Künzelsau: Stadtbahn soll durch Tunnel kommen
Die Reaktivierung der Kochertalbahn zwischen Waldenburg und Künzelsau (Hohenlohekreis, Baden-Württemberg) macht Fortschritte. Die Planer haben nun eine bevorzugte Route ausgearbeitet und diese am 5. August 2026 vorgestellt. Das Ziel ist klar: Die Bahn soll spätestens im Jahr 2030 wieder rollen.
Der wichtigste Punkt betrifft die Strecke zwischen Gaisbach und Künzelsau. Hier empfehlen die Experten einen Tunnel. Das hat handfeste Vorteile: Die Strecke wäre mit dem Tunnel nur noch rund 1.580 Meter lang statt 4.500 Meter. Die Fahrgäste sparen dadurch etwa 3,5 Minuten Zeit. Außerdem müssen weniger Grundstücke gekauft werden. Ohne Tunnel müssten rund 50 Flurstücke zerschnitten werden, mit dem Tunnel sind es nur etwa zehn. Auch der beliebte Radweg bleibt so weitgehend erhalten, da er parallel zur Trasse verlaufen soll.
Auch für andere Abschnitte gibt es erste Ideen. In Kupferzell soll die Bahn größtenteils auf der alten Strecke und entlang der Künzelsauer Straße fahren. In Gaisbach plant man eine zweigleisige Führung direkt in der ehemaligen Bundesstraße 19. Die gute Nachricht für Künzelsau: Die bestehende Kocherbrücke kann nach aktuellem Stand für die Stadtbahn genutzt werden.
Damit das Projekt finanziert wird, gibt es Unterstützung aus Stuttgart. Verkehrsministerin Nicole Razavi hat signalisiert, dass das Land die Betriebskosten für einen Stundentakt übernehmen will. Zudem gibt es hohe Zuschüsse für den Bau und die Planung vom Bund und vom Land.
Jetzt geht es in die Detailplanung. Bis zur ersten Jahreshälfte 2027 soll die Vorplanung fertig sein. Danach entscheiden die Gemeinderäte von Waldenburg, Kupferzell und Künzelsau sowie der Kreistag endgültig über die Route. Weitere Ergebnisse der Planung werden im Spätherbst präsentiert.
Quelle: Künzelsau – zur Originalmeldung