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Kriftel: Hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum

Copyright und Urheber siehe Kriftel

Die Gemeinde in Kriftel (Main-Taunus-Kreis, Hessen) hat zwar viele günstige Wohnungen, doch die Liste der Suchenden bleibt lang.

In Kriftel (Main-Taunus-Kreis, Hessen) ist es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Obwohl die Gemeinde insgesamt 487 Wohnungen und Apartments zur Verfügung hat, reicht das Angebot nicht aus. Erster Beigeordneter Martin Mohr wird in den kommenden öffentlichen Ausschusssitzungen über die aktuelle Lage berichten.

Die Wohnungen verteilen sich auf verschiedene Anbieter. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Kriftel (Gewobau), die schon 1970 gegründet wurde, stellt den größten Teil mit 336 Wohnungen. Die Gemeinde selbst besitzt 45 Wohnungen, zudem gibt es 33 Wohnungen mit Belegungsrechten und 73 Plätze in Unterkünften.

Ende 2025 gab es einen Zuwachs: Die Gewobau kaufte ein Gebäude in der Paul-Duden-Straße 29. Dort gibt es nun 104 Apartments und eine Wohnung für den Hausmeister. Insgesamt wurden im Jahr 2025 69 Wohnungen neu vermietet. Davon entfielen sechs auf die Gemeinde und 63 auf die Gewobau.

Trotz dieser Zahlen ist die Lage angespannt. Bis zum 1. November 2025 waren 116 Haushalte bei der Gemeinde registriert, die eine Wohnung suchen. Besonders Familien, Alleinerziehende und Senioren finden kaum passende, günstige Unterkünfte. Momentan ist keine einzige Wohnung sofort frei. Sieben Wohnungen der Gewobau werden gerade renoviert, für einige gibt es schon Interessenten.

Ein Erfolg ist die neue Anlage in der Raiffeisenstraße 2a bis 2d. Die 48 Wohnungen der Gewobau sind komplett belegt. Sie bieten Platz für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen, wobei sechs Wohnungen rollstuhlgerecht sind.

Für die Zukunft plant die Gewobau weiteren Wohnraum. In der Kirchstraße 15a wurde ein Grundstück erworben. Das alte Gebäude dort soll langfristig weg, während das Nachbarhaus in der Kirchstraße 13 erweitert werden soll. Gemeinsam mit Architekten und der WI-Bank wird nun geprüft, wie das genau umgesetzt werden kann und welche Fördermittel es gibt.

Auch für Senioren gibt es spezielle Angebote. Im Josef-Wittwer-Haus I in der Lindenstraße gibt es 37 günstige Wohnungen. Weitere 25 sozial gebundene Wohnungen befinden sich im Josef-Wittwer-Haus II in der Karlsbader Straße, das der Katholischen Pfarrgemeinde St. Elisabeth gehört. Viele Ältere wollen nämlich aus großen Häusern in kleinere, altersgerechte Wohnungen ziehen.

Für Obdachlose hat die Gemeinde zudem Ende 2023 ein Haus in der Friedrich-Ebert-Straße angemietet, in dem bis zu zwölf Menschen unterkommen können.

Wer eine geförderte Wohnung möchte, braucht in der Regel einen Wohnberechtigungsschein (WBS). Die Gemeinde prüft regelmäßig, ob die Mieter noch die Voraussetzungen erfüllen. Wer zu viel verdient, muss unter Umständen eine Fehlbelegungsabgabe zahlen. Dieses Geld fließt dann wieder in den sozialen Wohnungsbau.

Quelle: Kriftel – zur Originalmeldung

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