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Kriftel: Einbrecher stahlen 1946 Schreibmaschine aus Rathaus

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Ein historischer Rückblick aus Kriftel zeigt, wie schwierig der Neustart nach dem Krieg war. Sogar das Rathaus wurde damals mehrfach ausgeraubt.

In Kriftel (Main-Taunus-Kreis, Hessen) blickt die Gemeinde derzeit auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Dabei kommen auch unangenehme Details aus der Nachkriegszeit ans Licht. Die Verwaltung hatte damals nicht nur mit Hunger und Wohnungsnot zu kämpfen, sondern auch mit Kriminalität.

Im Jahr 1946 war die Lage im Ort extrem angespannt. Die Menschen waren schlecht versorgt, und die Gemeinde musste Flüchtlinge und Vertriebene integrieren. Inmitten dieses Chaos gab es eine Serie von Diebstählen. In den Monaten August und September 1946 wurde insgesamt dreimal in das Rathaus eingebrochen.

Die Diebe hatten es auf wertvolle Arbeitsmittel abgesehen. Bei den Einbrüchen wurde unter anderem eine Schreibmaschine gestohlen. In der Zeit kurz nach dem Krieg war so ein Gerät ein extrem wertvoller Besitz, den man sich kaum leisten konnte.

Diese Vorfälle waren Teil eines schwierigen demokratischen Neubeginns. Die damaligen Bürgermeister, wie Georg Ludwig Jost, mussten die Verwaltung unter schwierigsten Bedingungen wieder aufbauen, während sie gleichzeitig mit solchen Vorfällen im eigenen Haus zu kämpfen hatten.

Wer mehr über diese Zeit erfahren möchte, kann das Heimatmuseum in der Schulstraße 2 in Kriftel besuchen. Dort gibt es eine Fotoausstellung zum Neuaufbau nach 1945. Das Museum ist wieder am Sonntag, den 6. September, von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Kriftel – zur Originalmeldung

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