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Kreis Soest warnt vor Stromausfall und gibt Tipps

Copyright und Urheber siehe Kreis Soest

Ein kompletter Blackout ist in Deutschland zwar selten, aber möglich. Der Kreis Soest rät den Bürgern jetzt zu einer guten Vorsorge.

Wenn der Strom weg ist, steht der Alltag schnell still. Licht, Kühlschrank, Heizung und Computer funktionieren nicht mehr. Sogar elektrische Garagentore oder Jalousien lassen sich dann oft nicht mehr bewegen. Nach einer Weile kommt meistens auch kein Wasser mehr aus der Leitung, und Handy sowie Internet fallen aus. Auch Geldautomaten und Kartenzahlungen gehen dann nicht mehr.

Der Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen) erinnert deshalb an einfache Vorsorgemaßnahmen. Wer eine Taschenlampe mit Batterien, Kerzen oder ein Kurbelradio griffbereit hat, ist besser aufgestellt. Ein Radio ist wichtig, weil Behörden so auch dann Informationen verbreiten können, wenn das Internet nicht mehr geht. Zudem helfen Powerbanks und Solar-Ladegeräte, um Handys länger am Leben zu halten.

Auch beim Essen und Heizen gibt es Tipps: Verderbliche Lebensmittel sollten schnell verbraucht oder entsorgt werden. Wer einen Campingkocher oder Grill hat, kann warme Mahlzeiten zubereiten, darf diese Geräte aber wegen der Erstickungsgefahr nur draußen benutzen. Im Winter helfen Decken und Schlafsäcke gegen die Kälte. Gasheizer oder Petroleumöfen sind eine Option, sofern sie für Innenräume zugelassen sind, um Brände oder Vergiftungen zu vermeiden.

Für den Ernstfall gibt es im Kreis Soest das sogenannte Leuchtturm-Konzept. Das bedeutet, dass Städte und Gemeinden feste Anlaufstellen einrichten. Dort bekommen die Menschen Informationen und können im Notfall Hilfe rufen. Die Karten mit diesen Orten kann man sich unter www.kreis-soest.de/leuchttuerme herunterladen und ausdrucken.

Um wichtige Einrichtungen zu retten, hat der Katastrophenschutz bereits 2019 einen speziellen Abrollbehälter für Strom gekauft. In diesem Container stecken vier starke Notstromaggregate. Diese können zusammengeschaltet werden, um zum Beispiel ein Krankenhaus, ein Pflegeheim oder ein Rechenzentrum vorübergehend mit Strom zu versorgen.

Zusätzlich unterstützt der Kreis das Projekt Bürgernotfunk. Dabei helfen Freiwillige mit Funkgeräten, Notrufe an die Leuchttürme weiterzuleiten, wenn das Telefonnetz ausfällt. Weitere Informationen zur Kampagne #FitFürKrisen gibt es unter www.kreis-soest.de/krisenfall.

Quelle: Kreis Soest – zur Originalmeldung

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