Werl: Jugendliche auf Motorroller flüchten vor Polizei
Gegen 20:45 Uhr bemerkte eine Polizeistreife in der Scheidinger Straße (Werl, Kreis Soest) einen Motorroller. Auf dem Gefährt saßen zwei Menschen, doch ein Versicherungskennzeichen fehlte. Als die Beamten die beiden anhalten wollten, begannen die Jugendlichen erst ihre Flucht. Sie bogen in den Hansering ab und beschleunigten den Roller auf bis zu 90 km/h.
Um die Polizei abzuschütteln, bog der Fahrer in einen Fußgängerweg ein. Dort kam der Streifenwagen nicht mehr hinterher. Doch die Beamten gaben nicht auf und riefen Verstärkung. Ein zweites Team entdeckte den Roller kurz darauf in der Straße "Am Brandhagen" und nahm die Verfolgung wieder auf.
Die Polizei versuchte, den Fluchtweg abzuschneiden. Auf dem Bergstraßer Weg stellte die erste Streife ihr Auto quer auf die Fahrbahn. Der Fahrer reagierte jedoch schnell: Er schlängelte sich in einer engen Lücke zwischen dem Polizeiwagen und einem am Rand parkenden Sprinter hindurch. Er raste weiter Richtung Innenstadt. In der Straße "Taubenpöthen" verlor die Polizei bei einer Geschwindigkeit von etwa 80 km/h schließlich den Sichtkontakt.
Die Flucht endete jedoch bald. Die Beamten erhielten einen Tipp, dass der Roller auf einem Firmengelände in der Straße "Am Grüggelgraben" stehen soll. Dort fanden sie das Zweirad und die beiden Jugendlichen, einen 16- und einen 17-Jährigen aus Welver. Bei der Kontrolle kam heraus, dass der 16-Jährige gar keinen Führerschein besitzt. Zudem war der Roller nicht versichert und technisch verändert worden.
Die Polizei nahm den Motorroller sowie das Handy des 17-Jährigen als Beweismittel mit. Die beiden Jugendlichen wurden nach der Kontrolle an ihre Eltern übergeben.
Jetzt ermittelt die Polizei wegen der Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen. Ob und inwieweit sich die Jugendlichen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.