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Kreis Paderborn verbietet Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen

Wegen extremer Hitze und sinkender Wasserstände darf ab dem 6. August kein Wasser mehr mit Pumpen aus Gewässern gepumpt werden.

Im Kreis Paderborn (Nordrhein-Westfalen) wird es für alle, die Wasser aus Bächen oder Flüssen entnehmen, ab Donnerstag, dem 6. August, schwierig. Die Behörden haben ein Verbot ausgesprochen, weil es seit Wochen kaum geregnet hat. Die extreme Hitze hat dazu geführt, dass die Wasserstände in den Gewässern gefährlich niedrig gesunken sind.

Das bedeutet konkret: Wer elektrische oder mechanische Pumpen sowie Saugvorrichtungen benutzt, um Wasser zu entnehmen oder fahrbare Behälter zu füllen, handelt ab Donnerstag illegal. Wer nur eine Gießkanne oder einen Eimer nutzt, darf weiterhin kleine Mengen Wasser schöpfen. Auch Weidetiere dürfen weiterhin getränkt werden.

Das Umweltamt warnt davor, dass die Lage ernst ist. Selbst wenn es an manchen Stellen noch nach genug Wasser aussieht, reicht es nicht aus. Markus Brökling vom Amt für Umwelt, Natur und Klimaschutz erklärt, dass Fische, Pflanzen und kleine Lebewesen kaum noch genug Wasser zum Überleben haben. Selbst wenn es nun regnet, würde das kaum helfen, da der ausgetrocknete Boden das Wasser aufsaugt, bevor es die Bäche erreicht.

Wer sich nicht an das Verbot hält, riskiert eine saftige Strafe. Das Bußgeld kann bis zu 50.000 Euro betragen. Die Regelung gilt erst einmal bis zum 30. September 2026. Je nachdem, wie sich das Wetter entwickelt, kann der Kreis das Verbot verlängern oder anpassen.

Ein wichtiger Hinweis zur Zuständigkeit: Für die großen Flüsse Ems, Lippe und Weser ist die Bezirksregierung Detmold verantwortlich. Für alle anderen kleineren Gewässer im Gebiet gelten die Regeln des Kreises.

Quelle: Kreis Paderborn – zur Originalmeldung

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