Paderborn zieht Bilanz nach Libori-Kirmes
Die Polizei in Paderborn (Nordrhein-Westfalen) zieht ein positives Fazit nach den neun Tagen Kirmes. Die Beamten waren mit einem großen Aufgebot präsent. Es gab eine feste Wache am Rosentor und eine mobile Station am Jühenplatz. Neben uniformierten Polizisten waren auch Zivilstreifen und Hunde-Führer bis spät in die Nacht unterwegs. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt wurde auf den Straßen patrouilliert, während die Bundespolizei Tipps gegen Taschendiebe gab.
Viele Besucher suchten die Beamten einfach auf, um nach dem Weg oder Busverbindungen zu fragen. Insgesamt gab es 152 solche Anfragen. In 19 Fällen wurden Menschen vermisst, meistens waren es Kinder. Die Polizei konnte sie schnell wieder zu ihren Eltern oder Begleitern bringen.
Insgesamt kontrollierten die Beamten 108 Menschen. Dabei kamen gefährliche Gegenstände zum Vorschein: Ein Mann hatte Pfefferspray dabei, ein anderer einen Schlagring. Die Polizei nahm beides an sich und schrieb Anzeigen.
Insgesamt 31 Strafanzeigen wurden aufgenommen. Elfmal ging es um Körperverletzungen, zwölfmal um Diebstähle. 36 Menschen mussten das Gelände verlassen, weil sie einen Platzverweis bekamen. Sechs Leute wehrten sich dagegen und wurden deshalb festgenommen.
Auch Drogen und Alkohol sorgten für Arbeit. Drei Menschen rauchten Cannabis auf dem Gelände, wofür Verfahren eingeleitet wurden. Bei einer Kontrolle wehrte sich eine Frau gegen eine Polizistin. Die Beamten nahmen ihr Blut ab und nahmen sie fest.
Im Straßenverkehr gab es ebenfalls Kontrollen. Acht Fahrer von Autos oder E-Scootern hatten Drogen im Blut, ein Fahrer war betrunken. Die Polizei nahm entsprechende Anzeigen auf. Zudem gab es 14 weitere Verstöße, meistens weil jemand zu schnell gefahren war. Diese wurden mit Bußgeldern geahndet.
Ein dunkerer Punkt vor dem eigentlichen Fest: Unbekannte waren in vier Anhänger von Schaustellern eingebrochen.
Ob und inwieweit sich die Tatverdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.