Krefeld: Regierungspräsident besucht neue Ausstellung in Villa Merländer
In der Villa Merländer an der Friedrich-Ebert-Straße 42 in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) gibt es etwas Neues zu sehen. Die NS-Dokumentationsstelle der Stadt hat dort ihre Dauerausstellung komplett überarbeitet. Das Haus war früher das Wohnhaus von Richard Merländer, einem Seidenhändler, der von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurde.
Am 24. Juli 2026 besuchte der Düsseldorfer Regierungspräsident Thomas Schürmann die Ausstellung. Begleitet wurde er von Sabine Mansour, der Gleichstellungsbeauftragten der Bezirksregierung Düsseldorf. Schürmann betonte bei seinem Besuch, dass die Geschichte in der Villa Merländer besonders greifbar sei. Man begegne dort nicht nur abstrakten Daten, sondern den echten Schicksalen von Menschen aus der direkten Nachbarschaft. Das zeige, wie wichtig es sei, Demokratie und Menschenwürde jeden Tag zu schützen.
Während des Besuchs gab es ein ausführliches Gespräch über die Arbeit der Stelle. Mit dabei waren die Kulturbeauftragte der Stadt Krefeld, Dr. Katharine Leiska, die Leiterin der Dokumentationsstelle, Sandra Franz, und die Mitarbeiterin Hanna Stucki. Sie erklärten den Gästen, wie die Ausstellung technisch und inhaltlich modernisiert wurde und wie die Stelle international vernetzt ist.
Sandra Franz zeigte sich dankbar für das große Interesse des Regierungspräsidenten. Für sie sei es ein wichtiger Rückhalt, wenn Politiker sich so tiefgehend mit der NS-Erinnerungsarbeit und der politischen Bildung beschäftigen.
Die Villa Merländer dient heute nicht nur als Ort des Gedenkens, sondern auch als Forschungs- und Bildungseinrichtung für die gesamte Stadtgesellschaft. Wer mehr über die Arbeit und die Ausstellungen erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite www.villamerlaender.de.
Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung