Krefeld: Neue Zahlen zum Klimaschutz veröffentlicht
In Krefeld (Nordrhein-Westfalen) gibt es neue Zahlen zum Klimaschutz. Die Stabsstelle für Klimaschutz und Nachhaltigkeit hat einen aktuellen Statusbericht erstellt. Am Mittwoch, den 2. September, wird dieser Bericht dem zuständigen Ausschuss für Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Landwirtschaft vorgelegt. Eigentlich sollte die Vorstellung schon früher passieren, wurde dann aber verschoben.
Einige Bereiche entwickeln sich positiv: In der Stadt sind mittlerweile Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 100 Megawatt im Einsatz. Auch beim Laden von Autos gibt es Fortschritte, denn es stehen inzwischen über 200 öffentliche E-Ladesäulen im Stadtgebiet.
Andere Zahlen sehen weniger gut aus. Der Verbrauch von Erdgas ist zwischen 2023 und 2024 nicht gesunken. Auch bei den Wärmepumpen gibt es kaum Zuwächse; bis Ende 2024 waren es nur etwa 1.900 Stück. In Sachen Mobilität fahren nur wenige Menschen mit dem Rad. Laut einer Befragung aus dem Jahr 2023 wurden gerade einmal 7,5 Prozent der Kilometer in Krefeld mit dem Fahrrad zurückgelegt. Nur fünf Prozent aller zugelassenen Autos in der Stadt sind Elektrofahrzeuge.
Die Stadt will bis 2035 oder spätestens 2045 klimaneutral werden. Damit das klappt, hat die Verwaltung zusammen mit der SWK AG und NGN einen Plan für die Wärmeversorgung erstellt. Dieser soll den Bürgern helfen zu entscheiden, wie sie ihr Haus klimafreundlich heizen können. Der Netzbetreiber NGN versichert zudem, dass das Stromnetz auch dann stabil bleibt, wenn in Zukunft mehr E-Autos und Wärmepumpen dazukommen.
Sabine Lauxen, die Beigeordnete für Klimaschutz und Umwelt, betont, dass Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Jeder könne helfen, egal ob durch Energiesparen oder eine kleine Solaranlage auf dem Balkon.
Damit die Pläne nicht nur auf dem Papier stehen, schlägt die Verwaltung nun vor, bis Ende des Jahres ganz konkrete Ziele für die wichtigsten Maßnahmen festzulegen. Diese Ziele müssen so geplant werden, dass die Stadt sie auch personell und finanziell stemmen kann. Alle Unterlagen zum Monitoring kann man online unter www.krefeld.de/klimaschutzmonitoring nachlesen.
Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung