Krefeld: Geflüchtete spielen um den Nations-Cup
Die Sonne brannte gnadenlos auf den Rasen der Bezirkssportanlage Elfrath (Krefeld, Nordrhein-Westfalen). Es war ein richtig heißer Samstag, an dem 45 geflüchtete Menschen um den Nations-Cup kämpften. Die Teilnehmer wohnen in zentralen oder dezentralen Unterkünften der Stadt. Damit war es bereits das vierte Mal, dass der städtische Fachbereich Migration und Integration dieses Turnier ausrichtete, das seit 2023 besteht.
Insgesamt fünf Mannschaften traten gegeneinander an. In kurzen Partien von jeweils 15 Minuten wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“ gespielt. Die Hitze war so extrem, dass manche Spieler sogar Sonnenhüte trugen, während sie versuchten, den Gegner ausdribbeln. Abseits des Platzes sorgte eine gemeinsame Playlist für Stimmung. Die Teilnehmer spielten Musik aus ihren Heimatländern, und zwischen den Spielen wurde zu Samba oder Halay getanzt.
Am Ende feierte das Team „Global United“ den Sieg. Die Mannschaft bestand aus Spielern aus verschiedenen Unterkünften und blieb mit zehn Punkten aus vier Spielen ungeschlagen. Auf dem zweiten Platz landete der Vorjahressieger „Krefeld City“ mit neun Punkten. Es folgten „Young United“ und „Team Wehrhahnweg“ mit jeweils vier Punkten, während der „FC Fusion“ einen Punkt sammelte.
Die drei besten Teams bekamen Pokale. Alle 45 Teilnehmenden erhielten zudem gesponserte T-Shirts. Laut Sozialarbeiter Ezz Alahmad Aleliwat hilft ein solcher Wettbewerb dabei, Hemmungen abzubauen, die oft durch die Sprachbarriere entstehen. Fußball sei eine Sprache, die jeder verstehe und so neue Kontakte schaffe.
Die Stadt Krefeld bedankte sich beim gastgebenden Verein RSG Gartenstadt 99 sowie beim SV Seidenstadt, der regelmäßig Fußballtrainings für geflüchtete Menschen anbietet.
Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung