Krefeld bekommt grünes Licht für den Haushalt 2026
In Krefeld (Nordrhein-Westfalen) gibt es gute Nachrichten aus der Verwaltung: Die Stadt hat nun einen rechtskräftigen Haushalt für das Jahr 2026. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat am 1. September 2026 die notwendige Genehmigung unterschrieben. Damit ist eine wichtige Hürde genommen, und die Stadt kann ihre Finanzen nun offiziell verwalten.
Das ist ein wichtiger Schritt, denn die Lage ist angespannt. Die Stadt plant für 2026 Einnahmen von rund 1,122 Milliarden Euro, gibt aber etwa 1,234 Milliarden Euro aus. Selbst nachdem bereits 24,4 Millionen Euro eingespart wurden, bleibt am Ende ein Minus von rund 87,5 Millionen Euro übrig. Da die Rücklagen der Stadt aufgebraucht sind, musste die Stadt das Defizit quasi aufschieben, um handlungsfähig zu bleiben.
Für die Bürger und die Verwaltung bedeutet das erst einmal Erleichterung: Die Haushaltssperre, die Anfang Juli 2026 verhängt worden war, wird nun wieder aufgehoben. Oberbürgermeister Frank Meyer sieht die Genehmigung als gute Basis, warnt aber gleichzeitig, dass die eigentliche Arbeit erst jetzt beginnt.
Um die Finanzen langfristig zu retten, stellt die Stadt für 2027 ein sogenanntes Haushaltssicherungskonzept auf. Eine spezielle Task Force arbeitet bereits seit März an diesem Plan. Die Maßnahmen werden spürbar sein: Ab 2027 wird eine Bettensteuer eingeführt, die jährlich etwa 800.000 Euro einbringen soll. Viel drastischer sind die Pläne beim Personal. Die Stadt will ab 2027 jedes Jahr rund 50 Stellen streichen. Zudem sollen offene Urlaubs- und Überstunden abgebaut werden und neue Stellen erst nach einer Sperre von neun Monaten wieder besetzt werden.
Krefeld ist mit diesem Problem nicht allein. Fast alle deutschen Städte über 50.000 Einwohner haben im Jahr 2026 keinen ausgeglichenen Haushalt. Die Stadtverwaltung will nun konsequent sparen, um die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu sichern.
Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung