Konstanz modernisiert Trinkwasserleitungen im Wasserwerk Staad
In Konstanz (Baden-Württemberg) wurde die Infrastruktur für das Trinkwasser verbessert. Die Stadtwerke haben am und um das Wasserwerk in Staad die sogenannten Reinwasserleitungen erneuert. Diese Rohre sind wichtig, weil sie das saubere Wasser vom Filter- zum Pumpwerk und von dort in das Netz der Stadt transportieren.
Bisher gab es nur eine einzige Leitung. Diese war 80 Zentimeter dick, etwa 55 Meter lang und teilweise schon seit 1925 im Einsatz. Da die Leitung in die Jahre gekommen war, wurde sie nun durch eine moderne Doppelleitung ersetzt. Sebastian Daus, der Leiter des Wasserwerks, erklärt, dass man durch dieses neue System auch bei späteren Wartungsarbeiten den Betrieb aufrechterhalten kann. So wird sichergestellt, dass die Menschen in der Stadt weiterhin zuverlässig mit Wasser versorgt werden.
Das Wasserwerk in Staad bereitet das Trinkwasser bereits seit 1967 auf. Das Rohwasser wird aus 40 Metern Tiefe aus dem Bodensee entnommen und in drei Stufen gereinigt: Zuerst kommen Mikrofilter zum Einsatz, dann wird das Wasser mit Ozon desinfiziert und schließlich durchläuft es einen großen Zweischichtfilter. Bevor das Wasser in die Leitungen geht, wird eine kleine Menge Chlordioxid hinzugefügt, um die Qualität auf dem Weg zu den Kunden zu schützen.
Um die Qualität zu überwachen, führt die Stadt Konstanz jedes Jahr über 200 Kontrollen durch. Dabei wird zum Beispiel auf Nitratwerte geachtet. Ein besonderes Detail ist der Einsatz von Wasserflöhen, sogenannten Daphnien. Diese kleinen Tiere reagieren sehr empfindlich auf Verunreinigungen. Computer erfassen ihre Bewegungen rund um die Uhr und schlagen sofort Alarm, wenn sich etwas im Wasser verändert.
Weitere Informationen zur Wasserversorgung finden Interessierte auf der Webseite der Stadtwerke Konstanz.
Quelle: Konstanz – zur Originalmeldung