Köln schickt zwei Künstler nach Istanbul
Zwei Künstler aus Köln (Nordrhein-Westfalen) ziehen für eine Weile in die Türkei. Die Stadt hat Mehmet Akif Büyükatalay und Farah Wind ausgewählt, die im zweiten Halbjahr 2026 Residenzstipendien im „Atelier Galata“ in Istanbul erhalten. Damit will die Stadt den kulturellen Austausch mit der Partnerstadt stärken.
Mehmet Akif Büyükatalay ist Regisseur, Autor und Produzent. Er ist bereits für Filme wie „Oray“ und „Hysteria“ bekannt, die beide auf der Berlinale gezeigt wurden. Im August und September wird er in Istanbul forschen. In seinem Projekt geht es um einen Essayfilm, der die Verbindung zwischen Kairo, Istanbul und Hagen untersucht. Dabei schaut er sich an, wie Geschichten aus der türkischen Diaspora in Deutschland wahrgenommen werden.
Farah Wind ist Klangkünstlerin und arbeitet viel mit Sound und Radio. Sie plant in Istanbul eine Web-Serie. Zusammen mit dem Produzenten Volkan T. Error will sie Radiokünstler und Aktivisten aus Istanbul mit der Kölner Radioszene vernetzen. Dazu gehören unter anderem Sender wie fm.674 oder Cashmere Radio. Sie möchte so einen Ort für Austausch und Solidarität schaffen, da kulturelle Räume in Istanbul immer seltener werden.
Neben der bildenden Kunst gibt es auch ein Programm für Literatur. Im November und Dezember 2026 kann eine weitere Person aus Köln nach Istanbul reisen. Das Programm heißt „Seyir Quartier“. Bevor diese Person abreist, kommt zuerst ein türkischer Autor nach Köln: Mertcan Karakuş wird ab September seine Residenz im „Quartier am Hafen“ antreten.
Wer selbst als Literaturvermittler nach Istanbul möchte, kann sich jetzt bewerben. Die Unterlagen müssen bis zum 18. August 2026 per E-Mail an [email protected] geschickt werden. Eine unabhängige Jury entscheidet dann über die Vergabe.
Quelle: Köln – zur Originalmeldung