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Köln saniert Römisch-Germanisches Museum für 177 Millionen Euro

Visualisierung des RGM nach seiner Sanierung bei Nacht vor Kölner Dom Copyright und Urheber siehe Köln

Die Stadt Köln hat eine Firma gefunden, die das Römisch-Germanische Museum komplett ausbaut und saniert. Das Projekt kostet rund 177 Millionen Euro.

Die Stadt Köln hat einen Generalunternehmer für die Sanierung des Römisch-Germanischen Museums (Köln, Nordrhein-Westfalen) gewonnen. Das Unternehmen soll das Gebäude nicht nur instand setzen, sondern auch ausbauen und schlüsselfertig fertigstellen. Zuerst wird nun die genaue Ausführungsplanung erstellt und ein fester Terminplan festgelegt.

Für die Menschen in der Innenstadt bedeutet das Projekt bald Einschränkungen. Rund um das Museum werden Bauzäune und Baustelleneinrichtungen aufgestellt. Der Durchgang zwischen dem Museum und dem Studiengebäude wird für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Nur der nördliche Weg zwischen dem Museum und der Dombauhütte bleibt offen. Zudem wird am Kurt-Hackenberg-Platz eine Ladezone für die Logistik eingerichtet. Deshalb ist der Zugang zur Römischen Hafenstraße von dieser Seite aus während der Bauzeit gesperrt.

Die Arbeiten starten im Inneren eines Bunkers aus den Jahren 1941/42. Das Museum wurde 1974 auf diesem Bunker gebaut, weshalb beide Teile eine Einheit bilden. Zuerst wird der Beton im Bunker saniert. Danach folgen die Arbeiten an der Gebäudehülle, dem Dach und den Fassaden. Erst wenn die Hülle dicht ist, geht es an den Innenausbau des zweigeschossigen Denkmals.

Besonders schwierig wird der Umgang mit den Ausstellungsstücken. Rund 250 Exponate müssen an ihren endgültigen Platz gebracht werden. Einige dieser historischen Stücke wiegen über 500 Kilogramm und brauchen extrem vorsichtige Handhabung. Zwei der wichtigsten Schätze, das Dionysos-Mosaik und das Poblicius-Grabmal, bleiben während der gesamten Bauzeit im Haus. Sie werden durch spezielle, klimatisierte Gerüste geschützt, die je nach Baufortschritt mehrfach umgebaut werden müssen.

Die Gesamtkosten für das Vorhaben werden auf 177 Millionen Euro brutto geschätzt. Darin sind auch Risiken und Nebenkosten enthalten. Die Stadt hat eine Förderung von bis zu 2,5 Millionen Euro bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt.

Da die Baustelle mitten in der Stadt sehr eng ist, nutzt die Firma das leerstehende Studiengebäude des Museums sowie Flächen am Laurenzplatz als Büros und Besprechungsräume. Die gesamte Baustelle wird durch einen beleuchteten Bauzaun mit Bildern ergänzt.

Quelle: Köln – zur Originalmeldung

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