Köln: Römisch-Germanisches Museum öffnet erst 2030 wieder
Wer das Römisch-Germanische Museum in Köln (Nordrhein-Westfalen) besuchen will, muss sich noch lange gedulden. Die großen Sanierungsarbeiten am Gebäude verzögern sich. Nach aktuellem Stand wird das Museum erst im dritten Quartal 2030 wieder seine Türen öffnen.
Grund für die neue Zeitplanung ist der Bauablaufplan der Firma, die im Juli mit den Arbeiten beauftragt wurde. Das Unternehmen kümmert sich um alles: Die Fassade, das Dach, den Innenausbau und die gesamte Technik. Auch die Außenbereiche werden erneuert. Damit alles glatt läuft, übernimmt die Firma jetzt zusätzlich den musealen Ausbau. So sollen Fehler an den Schnittstellen vermieden werden. Besonders wichtig ist dabei der Schutz der großen Stücke, die im Haus geblieben sind, wie das Dionysos-Mosaik und das Poblicius-Grabmal.
Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Im September 2026 wird die Baustelle rund um das Museum umgebaut. Dabei wird der Bauzaun verschoben, wodurch mehr Platz am Kurt-Hackenberg-Platz belegt wird. Insgesamt müssen rund 11.000 Quadratmeter Fläche bearbeitet werden.
Der Plan sieht vor, dass die Baufirma ihre Arbeit im ersten Quartal 2030 beendet. Danach übernimmt die Stadt Köln selbst. Die Mitarbeiter bringen dann tausende kleine Ausstellungsstücke ins Haus, installieren die Medientechnik und stellen die Vitrinen fertig. Auch die Beleuchtung wird dann fein eingestellt und die Gläser der Vitrinen montiert. Parallel dazu laufen bereits die Transporte von 250 schweren Exponaten in die Ausstellungsfläche. Manche dieser Stücke wiegen über 500 Kilogramm.
Trotz der Verzögerung bleibt das Budget gleich. Die Stadt rechnet insgesamt mit Kosten von rund 177 Millionen Euro. Darin sind die Baukosten von 169 Millionen Euro enthalten, inklusive eines Puffers für Risiken und Preissteigerungen. Die restlichen acht Millionen Euro fließen in den musealen Bedarf, also die Restaurierung der Stücke, den Transport und die Herstellung von Modellen für die Besucher.
Die Ermittlungen zum genauen Fortschritt dauern an, die Stadt hält die Bürger über den Stand der Arbeiten auf dem Laufenden.
Quelle: Köln – zur Originalmeldung