Köln bereitet sich auf große Antikriegs-Proteste vor
In Köln (Nordrhein-Westfalen) wird es in der ersten Septemberwoche zu mehreren großen Versammlungen kommen. Im Mittelpunkt steht das Protestcamp „Rheinmetall entwaffnen“. Dieses ist vom 1. bis zum 6. September als Dauerversammlung angemeldet. Rund 500 Menschen wollen sich im Bereich des Inneren Grüngürtels treffen. Das Camp erstreckt sich über die Höhe des Colonius und des Naturfreundehauses Mitte sowie über den gesamten Bereich zwischen der Venloer Straße und der Subbelrather Straße.
Besonders am 1. September, dem Antikriegstag, wird die Polizei Köln massiv Präsenz zeigen. In der Spitze werden bis zu 1.000 Beamtinnen und Beamte im Einsatz sein. Sie sollen die Versammlungen schützen und den Ablauf sichern. Die Polizei arbeitet dabei eng mit dem LKA NRW und dem BKA zusammen. Die Beamten sind rund um die Uhr im Dienst, um auch auf Aktionen zu reagieren, die nicht vorher angemeldet wurden.
Für die Autofahrer und Anwohner in der Stadt wird es an mehreren Tagen schwierig. Am Dienstag, den 1. September, startet um 17 Uhr ein Aufzug zum Antikriegstag am Friesenplatz. Etwa 800 bis 900 Menschen sollen bis 20.30 Uhr zum Leo-Amann-Park in Ehrenfeld ziehen. Vor allem auf der Venloer Straße muss man deshalb von nachmittags bis abends mit Staus und Behinderungen rechnen.
Weiter geht es am Freitag, den 4. September. Ab 9 Uhr findet der „Lange Marsch für Freiheit und Demokratie“ statt. Hier werden rund 2.000 Teilnehmer erwartet. Die Route führt vom Bahnhofsvorplatz über die Trankgasse, Komödienstraße, Zeughausstraße, Magnusstraße und den Hohenzollernring weiter. Danach geht es über den Kaiser-Wilhelm-Ring, Hansaring und Ebertplatz in die Riehler Straße. Von dort führt der Weg über die Elsa-Brändström-Straße und das Konrad-Adenauer-Ufer zurück zur Trankgasse und schließlich wieder zum Bahnhofsvorplatz.
Am Samstag, den 5. September, ist eine weitere Versammlung geplant. Ab 13 Uhr wollen rund 500 Menschen unter dem Motto „Frieden für alle auf der Welt“ demonstrieren. Startpunkt ist der Domvorplatz. Wo genau die Gruppe langläuft, wird derzeit noch abgesprochen.
Die Polizei Köln wird aktuelle Informationen zu Straßensperrungen und Umleitungen über ihre Social-Media-Kanäle und einen WhatsApp-Kanal verbreiten.