Flughafen Köln/Bonn: Scharfe Patrone im Handgepäck gefunden
Es war Mittwochmorgen am Flughafen Köln/Bonn (Nordrhein-Westfalen), als es im Terminal 1 zu einem Zwischenfall kam. Gegen 10:22 Uhr kontrollierten Luftsicherheitsassistenten das Handgepäck der Passagiere. Dabei stießen sie auf eine scharfe Patrone im Kaliber 9 x 19 Millimeter.
Die Beamten der Bundespolizei wurden sofort dazugeholt und übernahmen die Sache. Der 51-jährige Deutsche erklärte gegenüber den Polizisten, dass er früher als Personenschützer gearbeitet habe. Er behauptete zudem, dass er berechtigt sei, die scharfe Munition zu besitzen. Einen Beleg dafür konnte er den Beamten vor Ort jedoch nicht zeigen.
Die Polizei nahm die Patrone an sich. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Er steht nun im Verdacht, gegen das Waffengesetz und das Luftsicherheitsgesetz verstoßen zu haben. Nachdem die polizeilichen Maßnahmen beendet waren, durfte der Mann seine Reise nach Varna fortsetzen.
Die Bundespolizei nutzt den Vorfall für eine Warnung an alle Reisenden. Waffen und Munition haben im Handgepäck nichts zu suchen. Besonders Menschen, die beruflich, beim Schießsport oder auf der Jagd Taschen und Rucksäcke nutzen, sollen ihr Gepäck vor dem Start genau prüfen. Schon eine einzige Patrone, die man aus Versehen mitnimmt, kann zu einer Anzeige führen.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung