Köln: 12-Jähriger stürzt mit E-Scooter in Porz
Am Dienstagabend passierte es im Kölner Stadtteil Porz (Nordrhein-Westfalen). Gegen 19 Uhr war ein 12-jähriger Junge auf dem Heinrich-Lob-Weg unterwegs. Er fuhr auf einem kombinierten Geh- und Radweg, als er plötzlich über das Loch eines fehlenden Sperrpfostens rutschte. Der Junge verlor sofort die Kontrolle über seinen E-Scooter und stürzte hart auf den Boden.
Die Retter kümmerten sich schnell um den Jungen. Er hatte sich das Knie verletzt und erlitt einen Bruch an der Schulter. Die Sanitäter brachten ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Als die Polizisten den Unfall aufnahmen, bemerkten sie ein Problem: Am E-Scooter fehlte das Versicherungskennzeichen. Da das Fahrzeug nicht versichert war, leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein.
Dieser Unfall ist leider kein Einzelfall. Die Polizei beobachtet, dass immer mehr Kinder mit Elektrorollern verunglücken. Die Zahlen sind erschreckend: In den ersten sieben Monaten des letzten Jahres waren es in Köln und Leverkusen noch 20 Kinder, im Jahr davor sogar nur 13. In diesem Jahr stieg die Zahl im gleichen Zeitraum bereits auf 58 Kinder an.
Die Polizei erinnert deshalb an die Regeln: Wer einen E-Scooter fährt, muss mindestens 14 Jahre alt sein. Zudem darf nur eine Person auf dem Roller stehen und eine Haftpflichtversicherung mit Kennzeichen ist Pflicht. Besonders bei Modellen, die online als Kinder-Scooter verkauft werden, sollte man prüfen, ob sie überhaupt für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sind. Da die kleinen Räder sehr empfindlich auf Schlaglöcher reagieren, wird zudem zum Tragen eines Helms geraten.
Ob und inwieweit sich der Junge oder seine Erziehungsberechtigten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an.