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Kiel-Dietrichsdorf: Tausende müssen wegen Fliegerbombe raus

In der Insterburger Straße liegt eine amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Am Sonntagnachmittag wird das Gebiet geräumt, damit Experten den Sprengkörper entschärfen können.

In Kiel-Dietrichsdorf (Schleswig-Holstein) gibt es ein gefährliches Erbe aus dem Krieg. Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst haben bei einer Auswertung von Hinweisen eine amerikanische Fliegerbombe entdeckt. Das Ding wiegt 250 Kilogramm und liegt in der Insterburger Straße etwa vier Meter tief in der Erde. Besonders heikel ist, dass die Bombe einen Aufschlagszünder am Heck hat.

Nun müssen die Behörden handeln. Die Stadt Kiel, die Polizei und die Bombenentschärfer haben sich abgestimmt: Am Sonntag, den 6. September 2026, wird die Bombe entschärft. Das bedeutet für die Anwohner eine riesige Aktion. Insgesamt müssen 5235 Menschen aus 2580 Haushalten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Das betrifft 522 einzelne Adresspunkte im Gebiet.

Der Zeitplan steht fest: Bis 14 Uhr am Sonntag müssen alle Menschen aus dem markierten Bereich verschwunden sein. Genau zu dieser Zeit sperrt die Polizei die Straßen ab. Erst wenn die Beamten sicher sind, dass niemand mehr im Gefahrenbereich ist, fangen die Experten mit der Arbeit an der Bombe an. Wie lange das dauert, kann niemand genau sagen. Die Bewohner sollen deshalb Essen, Getränke und ihre Medikamente einpacken und sich auf mehrere Stunden einstellen.

Wer keinen anderen Ort zum Übernachten oder Ausruhen hat, kann in die Andreas-Gayk-Schule in der Tiefe Allee 45 gehen. Die Räume dort stehen ab 13 Uhr bereit. Wer Hilfe beim Ausziehen aus der Wohnung braucht, kann die Berufsfeuerwehr unter der Nummer 0431 / 5905 555 anrufen. Das Telefon ist am Samstag von 8 bis 16 Uhr und am Sonntag ab 8 Uhr besetzt.

Damit jeder Bescheid weiß, verteilen Mitarbeiter der Stadt mehrsprachige Zettel an die Haushalte. Es gibt auch Warnungen über Apps. Die Stadt bittet die Menschen, auch ihre Nachbarn zu informieren, besonders diejenigen, die kein Deutsch sprechen. Wer genau wissen will, wo die Sperren verlaufen, findet Infos auf der Homepage der Stadt oder bei der KVG Kiel für die Busse und Bahnen.

Über den Fortschritt der Entschärfung wird die Polizei am Sonntag über Facebook und Twitter informieren. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Polizeidirektion Kiel – zur Originalmeldung

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