Kiel: 36 neue Zöllner starten in den Beruf
Am 1. September haben 36 junge Leute beim Hauptzollamt in Kiel (Schleswig-Holstein) ihren beruflichen Weg begonnen. Bei einer offiziellen Vereidigung wurden sie zu Beamten auf Widerruf ernannt. Die Konkurrenz war groß: Über 400 Menschen hatten sich für diesen Jahrgang beworben, doch nur 36 schafften es durch das Auswahlverfahren.
Die Gruppe teilt sich in zwei Bereiche auf. 27 Menschen machen die Ausbildung im mittleren Zolldienst. Diese dauert zwei Jahre und ist eine Mischung aus Theorie und Praxis. Die anderen 9 Nachwuchskräfte absolvieren ein dreijähriges duales Studium im gehobenen Dienst, das später mit einem Bachelor-Abschluss endet. In beiden Fällen wechseln die neuen Kollegen zwischen den Schulen oder Hochschulen des Bundes und den verschiedenen Abteilungen des Zollamts in Kiel.
Eine Neuerung gibt es in diesem Jahr bei der Kleidung: Die Anwärter bekommen direkt zu Beginn ihre Dienstkleidung. So ist für jeden sofort erkennbar, dass sie bereits zum Zoll gehören, auch wenn sie noch in der Ausbildung sind.
Robert Dütsch, der Leiter des Hauptzollamts Kiel, betonte, dass der Job mehr als nur ein sicherer Platz sei. Die neuen Kollegen übernehmen Verantwortung für den Staat. Sie werden später Steuern sichern, den Warenverkehr an den Grenzen überwachen oder gegen Schmuggel und Schwarzarbeit vorgehen. Damit schützen sie auch die Verbraucher vor gefährlichen Waren.
Kiel ist dabei Teil einer größeren Welle. Bundesweit starten zum 1. September insgesamt 1.750 neue Leute beim Zoll. Davon kommen 1.300 in den mittleren und 450 in den gehobenen Dienst.
Wer selbst beim Zoll arbeiten möchte, hat noch Zeit. Bis zum 15. Oktober 2026 kann man sich für den nächsten Start am 1. September 2027 bewerben. Gesucht wird sowohl für die Ausbildung als auch für die dualen Studiengänge im gehobenen Dienst und in der Verwaltungsinformatik.