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Kiel: Chemielabor in Privatwohnung entdeckt

In der Gutenbergstraße haben Ermittler ein heimliches Labor mit gefährlichen Chemikalien gefunden. Die Wohnung war so vollgestellt, dass der Einsatz zwei Tage dauerte.

Alles begann am Abend des 9. August in der Gutenbergstraße in Kiel (Schleswig-Holstein). Nachbarn bemerkten, dass die Tür einer Wohnung offen stand. Das kam ihnen komisch vor, also riefen sie die Polizei. Als die Beamten vor Ort waren, klingelten und klopften sie mehrfach, doch niemand öffnete. Schließlich betraten sie die Wohnung.

Was die Polizisten dort fanden, war überraschend: In der Küche hatte sich der Bewohner ein kleines Chemielabor mit einem eigenen Abzug eingerichtet. Überall in der Wohnung lagerten große Mengen verschiedener Chemikalien und andere Gegenstände. Die Ermittler suchten daraufhin auch den Kellerraum und den Verschlag auf dem Dachboden ab.

Weil die Wohnung extrem vollgestellt war, konnten die Beamten nicht schnell fertig werden. Es war schlicht zu viel Zeug im Weg, um alles sicher zu sichten und wegzuräumen. Deshalb dauerte der Einsatz bis in den nächsten Tag. In der Nacht bewachte die Polizei das Haus, damit nichts passierte. Die anderen Hausbewohner konnten trotzdem in ihren Wohnungen bleiben, da die Lage unter Kontrolle war.

Um die gefährlichen Stoffe zu bewerten, holte das Landeskriminalamt Experten ins Boot. Chemiker vom Kriminaltechnischen Institut und der Kampfmittelräumdienst halfen bei der Sicherung. Wegen der Gefahr mussten die Einsatzkräfte den Bereich vor dem Haus zeitweise absperren und den Verkehr umleiten.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 52-jähriger Mann aus Kiel. Er ist bereits früher polizeilich aufgefallen. Festgenommen wurde er bisher nicht, da es keine Gründe für eine Haft gibt. Die Beamten gehen davon aus, dass die Durchsuchung am Dienstag beendet werden kann.

Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Landeskriminalamt Schleswig-Holstein – zur Originalmeldung

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