Kehl: Verurteilter Betrüger in Fernzug festgenommen
Am Mittwochabend legte ein Fernzug in Kehl (Baden-Württemberg) einen Sonderhalt ein. Beamte der Bundespolizei nutzten die Gelegenheit und kontrollierten die Fahrgäste im Zug. Dabei wies sich ein 38-jähriger Mann aus Afghanistan mit einem griechischen Reiseausweis für Flüchtlinge und einem passenden Aufenthaltstitel aus.
Als die Polizisten die Daten überprüften, kam schnell heraus, dass der Mann gesucht wurde. Er war bereits wegen Betruges zu einer Strafe von einem Jahr und acht Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Beamten nahmen ihn daraufhin sofort fest.
Die Polizei durchsuchte den Mann anschließend. Dabei entdeckten die Beamten weitere Dokumente: Ein zweiter griechischer Reiseausweis für Flüchtlinge sowie ein weiterer Aufenthaltstitel kamen zum Vorschein. Diese Papiere gehörten jedoch einer dritten, bisher unbekannten Person. Die Polizei nahm die Dokumente sicher.
Nachdem alle Maßnahmen abgeschlossen waren, wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert, um seine Strafe abzusitzen. Ob es noch weitere Hintergründe zu den fremden Ausweispapieren gibt, ist derzeit nicht bekannt.
Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Offenburg – zur Originalmeldung