Kassel: Hund im Hauptbahnhof ausgesetzt
Am Dienstagabend, den 25. August, passierte im Hauptbahnhof in Kassel (Hessen) etwas Seltsames. Gegen 21:20 Uhr meldete jemand einen Hund, der dort völlig allein war. Als eine Streife der Bundespolizei in der Bahnhofshalle nachsah, fanden die Beamten einen älteren Rauhaardackel. Das Tier war nicht einfach nur weggelaufen.
Der Hund war mit einer kurzen Leine unter einer Bank festgebunden. Damit er nicht friert, hatten die Menschen zwei Decken über ihn gelegt. Sogar für Verpflegung war gesorgt: Neben dem Hund lagen mehrere Packungen Nassfutter und Leckerlis. Alles sah danach aus, als hätte jemand den Hund absichtlich dort platziert und ihn dann einfach zurückgelassen.
Die Polizei schöpfte sofort Verdacht und schaute sich die Aufnahmen der Videoüberwachung an. Die Bilder zeigten ein Pärchen, das den Hund dort zurückließ. Die Frau aus dem Duo konnten die Beamten schnell identifizieren, da sie der Polizei bereits bekannt ist.
Zuerst versuchten die Kollegen vom Polizeipräsidium Nordhessen, den Besitzer über den Chip des Hundes ausfindig zu machen. Das brachte jedoch kein Ergebnis. Da es für die Nacht keine andere Lösung gab, durfte der Rauhaardackel auf der Dienststelle der Bundespolizei bleiben. Dort wurde er versorgt und betreut, bis er am nächsten Tag an eine zuständige Stelle übergeben werden konnte.
Jetzt ermittelt die Polizei gegen das Pärchen. Es besteht der Verdacht, dass sie gegen Tierschutzregeln verstoßen haben. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Kassel – zur Originalmeldung