Karlsruhe: Stadt rechnet mit Millionenlöchern im Budget
Die aktuelle Mai-Steuerschätzung für das Jahr 2026 bringt schlechte Nachrichten für Karlsruhe (Baden-Württemberg). Die Stadt muss damit rechnen, dass deutlich weniger Geld in die Kassen fließt, als im Oktober 2025 noch gehofft wurde. Vor allem bei der Gewerbesteuer fehlen große Summen.
Die Lage ist so ernst, dass die Stadtverwaltung bereits zu Beginn des Jahres eine sogenannte haushaltswirtschaftliche Sperre verhängt hat. Das bedeutet, dass rund 60 Millionen Euro blockiert wurden, damit der ursprüngliche Plan von minus 44,3 Millionen Euro überhaupt noch gehalten werden konnte.
Jetzt kommen weitere Verluste hinzu. Bei den Gemeinschaftssteuern, dem Familienleistungsausgleich und dem kommunalen Finanzausgleich fehlen voraussichtlich weitere drei bis fünf Millionen Euro. Insgesamt rechnet die Stadt für 2026 nun mit einem Minus von 65,7 Millionen Euro.
Immerhin gibt es eine kleine Entlastung: Die Stadt geht derzeit davon aus, dass für das Jahr 2026 keine weiteren Sperren nötig sind. Das Geld bewegt sich also auf einem stabilen, wenn auch niedrigen Niveau.
Finanzbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz warnt jedoch davor, zu optimistisch zu sein. Die Stadt müsse weiterhin genau beobachten, wie sich das Jahr entwickelt. Entscheidend wird vor allem die nächste Steuerschätzung im Oktober sein. Bis dahin müsse die Verwaltung quasi auf Sicht fahren.
Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung