Karlsruhe plant neuen Verkehrsfluss an der Kriegsstraße
An der Kreuzung von Kriegsstraße, Brauerstraße, Reinhold-Frank-Straße und Gartenstraße in Karlsruhe (Baden-Württemberg) soll der Verkehr in Zukunft besser fließen. Das Tiefbauamt hat dazu eine genaue Analyse erstellt und dem Planungsausschuss drei verschiedene Möglichkeiten vorgestellt.
Bei den drei Varianten geht es vor allem darum, wie die Radfahrer durch die Kreuzung geleitet werden. Die Fahrradspuren könnten entweder außen oder in der Mitte platziert werden. Die Experten vom Amt bevorzugen die sogenannte Version V0. Ihr Argument: Nur so kann der Autoverkehr ausreichend fließen. Bei den anderen beiden Möglichkeiten würde sich laut Stadtverwaltung zu viel Rückstau bilden, den man nicht schnell genug abbauen könnte.
Im Gemeinderat gibt es zu diesen Plänen jedoch unterschiedliche Meinungen. Aljoscha Löffler von den Grünen kritisiert, dass bei der bevorzugten Lösung V0 die Autos zu sehr im Vordergrund stünden. Fußgänger und Radfahrer kämen zu kurz, zudem fehle der Blick auf den Klimaschutz.
Tilmann Pfannkuch von der CDU fragte nach den Kosten für die Untersuchung. Baubürgermeister Daniel Fluhrer gab an, dass diese etwa 20.000 Euro gekostet habe. Pfannkuch zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden und hofft, dass keine weiteren teuren Nachuntersuchungen nötig sind.
Ein Experte des Tiefbauamts erklärte, dass sich die Wartezeiten durch die neue Struktur um zehn bis 100 Sekunden verkürzen könnten. Die Straßenbahnen sollen an diesem Punkt nicht bevorzugt werden. Zum Thema Klimaschutz hieß es, dass man den Autoverkehr nicht komplett verhindern könne. Da es an dieser Stelle bisher keine Unfälle mit Fußgängern gab, sehen die Planer dort kaum Vorteile bei den anderen Varianten.
Bürgermeister Daniel Fluhrer sagte, dass die Umsetzung kurz bevorstehe. Eventuell werde man beim Fußverkehr noch einmal kleine Anpassungen vornehmen.
Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung