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Karlsruhe setzt Sensoren für Stadtbäume ein

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Das Gartenbauamt will mit einer neuen Technik das Gießen von Jungbäumen steuern. Im Juli 2026 startet ein Testbetrieb an 100 Bäumen.

In Karlsruhe (Baden-Württemberg) gibt es bald eine digitale Hilfe für das Stadtgrün. Das Gartenbauamt baut ein Netzwerk aus Bodenfeuchtesensoren auf. Diese kleinen Geräte sitzen direkt im Wurzelbereich ausgewählter Jungbäume. Sie messen ständig, wie feucht die Erde ist, und schicken die Daten an die Stadt.

Ab Juli 2026 läuft das System zunächst im Testbetrieb an 100 Bäumen. Das Ziel ist ein modernes Gießmanagement. Die Stadt will Wasser sparen und die Bewässerung genau dort steuern, wo sie wirklich nötig ist. Das Gießpersonal soll so gezielter eingesetzt werden.

Besonders für junge Bäume ist das wichtig, da sie empfindlich auf Hitze und Trockenheit reagieren. Ihr Wurzelsystem wächst in den ersten Jahren noch. Die Sensoren zeigen nun auch, wie lange das Wasser in den verschiedenen Erdschichten bleibt. Erste Tests haben gezeigt: Oft bleibt das Wasser nur oben an der Oberfläche und verdunstet schnell. Die tieferen Schichten, in die die Wurzeln eigentlich wachsen sollen, bleiben zu trocken.

Die Technik ersetzt aber nicht die Hilfe der Bürger. Das Gartenbauamt bittet die Menschen in Karlsruhe deshalb weiterhin, Straßen- und Parkbäume bei Hitze zu gießen. Damit das Wasser auch wirklich ankommt, sollten mindestens 100 Liter langsam verteilt werden. Wichtig ist dabei, nicht nur direkt am Stamm zu gießen, sondern den gesamten Bereich unter der Baumkrone zu bewässern.

An einigen Bäumen hängen bereits Schilder mit der Aufschrift „Hier misst das Gartenbauamt“. Das ist kein Verbotsschild. Im Gegenteil: Wer diese Bäume zusätzlich gießt, hilft der Stadt, den Baumbestand zu erhalten.

Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung

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