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Kamp-Lintfort prüft Verdacht auf Giftmüll in Seen

In Kamp-Lintfort besteht der Verdacht, dass illegal entsorgter Gleisschotter das Wasser mit Herbiziden belastet hat. Die Behörden nehmen nun Proben aus Seen und Brunnen.

In Kamp-Lintfort (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen) suchen Experten nach gefährlichen Giftstoffen. Es besteht der Verdacht, dass illegal Gleisschotter entsorgt wurde, der Herbizide enthält. Diese Stoffe könnten nun ins Wasser gelangt sein.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat deshalb weitere Probenahmen angeordnet. Am Donnerstag, den 16. Juli, starteten die Untersuchungen gemeinsam mit dem Fachbereich Umwelt des Kreises Wesel. Im Fokus stehen der Rossenrayer See und der Gewinnungssee des Tagebaues Rossenrayer Feld Süd.

Auch Brunnen werden kontrolliert. Die Beamten nehmen Proben aus dem Brauchwasserbrunnen des Kleingartenvereins Flora Rossenray. Zudem werden private Trink- und Brauchwasserbrunnen in der Bendenstraße und der Nimmendohrstraße untersucht.

Bürgermeister Christoph Landscheidt begrüßt, dass die Behörden die nötigen Informationen liefern. Er regt jedoch an, auch die rechtliche Seite zu prüfen. Er fragt, ob die Betreiber der Kiesgruben und Baggerseen als sogenannte Zustandsstörer zur Verantwortung gezogen werden können. Das wäre der Fall, wenn die Eigentümer die Herrschaft über die Flächen haben, von denen die Gefahr ausgeht.

Ob der Verdacht auf die Herbizid-Belastung tatsächlich bestätigt wird, ist derzeit noch offen. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Kamp-Lintfort – zur Originalmeldung

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