Kaarst: Schilder des Jüddepad erneut beschädigt
In Kaarst (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) gibt es Ärger um den sogenannten Jüddepad. Zum wiederholten Mal sind dort Schilder beschmiert und beschädigt worden. Die Stadt verurteilt diese Sachbeschädigungen deutlich.
Der Jüddepad ist ein besonderer Weg. Er erinnert an jüdische Kaufleute, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Glehn wohnten. Diese brachten ihre Waren damals regelmäßig zum Wochenmarkt nach Büttgen. Damit diese Geschichte im Ort sichtbar bleibt, wurden Ende 2024 Informationstafeln aufgestellt. Möglich gemacht hat das eine private Initiative des Fördervereins des Schulzentrum Büttgen e.V.
Bürgermeister Christian Horn-Heinemann sieht in den Angriffen auf die Schilder ein ernstes Zeichen. Für ihn ist die Erinnerung an die jüdische Geschichte eine Verantwortung für die heutige Zeit. Er warnt davor, dass die Erinnerung an Antisemitismus und Ausgrenzung aus dem öffentlichen Raum verschwindet.
Die Stadt Kaarst dankt den Leuten, die sich für den Jüddepad engagiert haben. Wer die Schilder beschädigt hat, muss nun mit rechtlichen Folgen rechnen. Die Stadt lässt die Taten nicht auf sich beruhen und verfolgt die Sachbeschädigung strafrechtlich.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Kaarst – zur Originalmeldung