Kaarst: Müll-Sünder auf Baustelle in Vorst geschnappt
Auf einem Wirtschaftsweg im Kaarster Westen (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) hatte jemand illegal Bauschutt abgeladen. Die Stadt hatte den Vorfall öffentlich gemacht, woraufhin die Anwohner halfen. Zeugen hatten ein auffällig lackiertes Fahrzeug gesehen, das am Weg „Am Dellenwege“ unterwegs war.
Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes und vom Bauhof gingen der Sache nach. Sie konnten den Schutt einer privaten Baustelle im Ortsteil Holzbüttgen zuordnen. Dort war ein bestimmtes Unternehmen im Einsatz. Als die Beamten das verdächtige Fahrzeug erneut im Stadtgebiet sichteten, konnten sie die Verantwortlichen eingreifen.
Am Mittwoch, den 29. Juli 2026, schlossen die Polizei und das Ordnungsamt den Ring. Sie stellten die Mitarbeiter des Unternehmens direkt auf einer Baustelle in Vorst und nahmen sie fest.
Nach den ersten Erkenntnissen steckt mehr dahinter als nur eine falsche Müllentsorgung. Es scheint ein klassischer Fall von Schwarzarbeit zu sein. Das Unternehmen soll falsche Personendaten und Firmendaten benutzt haben, um unter dem Radar zu bleiben.
Jetzt folgen die Konsequenzen. Die Polizei ermittelt wegen der Straftaten. Gleichzeitig wird die Stadt ein eigenes Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit einleiten. Damit will sie sicherstellen, dass die Kosten für die Beseitigung des Mülls nicht an den Steuerzahlern hängen bleiben, sondern vom Bauunternehmen übernommen werden.
Die Stadt warnt die Bürger nun vor zu billigen Angeboten. Wenn Pflasterarbeiten zum Beispiel viel günstiger sind als normal, stecke oft Schwarzarbeit dahinter. Das führe häufig zu schlechter Qualität und illegalen Müllkippen. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Kaarst – zur Originalmeldung