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Jugenheim feiert 25 Jahre Roboter-Chirurgie am Knie

Copyright und Urheber siehe Landkreis Darmstadt-Dieburg

Das OrthoCentrum Jugenheim setzt auf modernste Technik bei Gelenk-Operationen. Die Klinik ist deutschlandweit einzigartig im Einsatz von drei Robotersystemen.

In Jugenheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen) wird ein besonderes Jubiläum gefeiert: Seit 25 Jahren arbeitet das OrthoCentrum Jugenheim (OCJ) mit Robotern bei Operationen zusammen. Die Spezialklinik konzentriert sich vor allem auf den Ersatz von Knie-, Hüft- und Schultergelenken. Pro Jahr werden dort etwa 1.300 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt.

Die Entwicklung begann bereits Anfang der 2000er Jahre. Damals entschied der damalige Chefarzt Dr. Hanns-Edgar Hoffart, die Klinik als sogenannte Hospitationsklinik zu öffnen. Das bedeutet, dass die Klinik neue Techniken testete und Daten lieferte, um die Systeme zu verbessern. Das erste Gerät hieß noch „Galileo“ und lief mit Windows. Heute nutzt das Team drei moderne Geräte vom Typ „Cori“ der Firma Smith + Nephew.

Entgegen der Vorstellung vieler Menschen operiert der Roboter nicht alleine. Es handelt sich um ein Assistenzsystem. Der Chirurg behält zu jedem Zeitpunkt die volle Kontrolle und Verantwortung. Der Roboter hilft lediglich dabei, die Schnitte präziser zu setzen. Das schont die Muskeln und das Gewebe der Patienten. Die Folge sind weniger Schmerzen nach dem Eingriff und eine schnellere Heilung.

Die Technik hat sich stark gewandelt. Früher steuerten die Ärzte die Geräte über Fußpedale, heute erledigen sie das über ein steriles Tablet im Operationssaal. Die Klinik ist so bekannt für ihre Expertise, dass früher Ärzte aus der ganzen Welt nach Jugenheim kamen. Das Team aus Jugenheim reiste sogar bis nach China, um die Methode vorzuführen.

Ein besonderer Vorteil des aktuellen Systems ist, dass die Patienten vor der Operation kein CT benötigen. Das dreidimensionale Modell des Kniegelenks wird direkt während des Eingriffs erstellt. Auf dieser Basis plant der Arzt die genaue Position und Größe der Prothese.

Für die Zukunft plant die Klinik, auch Künstliche Intelligenz einzubinden, vermutlich vor allem für die Qualitätssicherung. Die Betriebsleitung ist überzeugt, dass robotergestützte Implantationen in wenigen Jahren in Deutschland zum Standard werden.

Quelle: Landkreis Darmstadt-Dieburg – zur Originalmeldung

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