Jork: Autofahrer rammt Bauarbeiter mit Eisenstange
Es war Montagnachmittag gegen 17:15 Uhr in Jork (Landkreis Stade, Niedersachsen). Ein 38-jähriger Bauarbeiter aus Stuhr wollte die Straße Westerjork überqueren. Er hielt dabei eine Eisenstange in der Hand und kam gerade von einer Baustelle beim Penny-Markt.
In diesem Moment kam ein 39-jähriger Mann aus Jork mit seinem Audi SQ7 aus Richtung Ortszentrum gefahren. Er bremste erst kurz vor dem Bauarbeiter und es kam zu einem lautstarken Streit zwischen den beiden. Plötzlich fuhr der Audi wieder an. Dabei touchierte das Auto die Eisenstange, wodurch diese gegen das Bein des Bauarbeiters schlug und ihn verletzte.
Ein 31-jähriger Zeuge sah das Ganze und griff sofort ein. Er stellte sein eigenes Auto quer auf die Straße, um den Audi-Fahrer zu stoppen und eine Flucht zu verhindern. Doch der Fahrer gab stark Gas und fuhr direkt auf das Auto des Zeugen zu. Erst im letzten Moment wich er über den Gehweg aus und raste in Richtung Mittelnkirchen davon.
Der verletzte Bauarbeiter wurde noch an der Straße von den Rettern versorgt. Er war zwar verletzt, musste aber nicht ins Krankenhaus.
Die Polizei wusste jedoch, wem der Wagen gehörte, und suchte die Adresse des Halters auf. Dort fanden die Beamten den 39-jährigen Mann und den Audi, der leichte Schäden aufwies. Der Fahrer behauptete, er habe erst getrunken, nachdem er wieder zu Hause war. Um das zu prüfen, wurde er ins Krankenhaus gebracht. Dort nahmen die Ärzte in einem bestimmten Zeitabstand zwei Blutproben. So lässt sich genau feststellen, ob der Alkoholwert im Körper schon sank oder noch stieg.
Jetzt ermittelt die Polizei gegen den Mann. Es geht um fahrlässige Körperverletzung, Gefährdung des Straßenverkehrs, Bedrohung und das unerlaubte Entfernen vom Unfallort. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.