Immobilienmarkt in Tübingen und Umgebung erholt sich
Wer in der Region Tübingen (Baden-Württemberg) ein Haus oder eine Wohnung sucht oder verkaufen will, merkt derzeit wieder mehr Bewegung. Der Gemeinsame Gutachterausschuss hat die Zahlen für das Jahr 2025 ausgewertet. Das Ergebnis: Der Markt belebt sich wieder.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.955 Kaufverträge unterschrieben. Das sind etwa fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Besonders bei gebrauchten Eigentumswohnungen gab es einen Schub. Hier stieg die Zahl der Verkäufe um fast 15 Prozent auf insgesamt 571 Verträge. Auch die Preise für diese Wohnungen sind gestiegen. In der Tübinger Kernstadt wurden sie um 3,7 Prozent teurer, in den Ortsteilen sogar um 5,7 Prozent.
Nicht nur Wohnungen waren gefragt, sondern auch Häuser. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern gab es 349 Verkäufe, was einem Plus von elf Prozent entspricht. Noch stärker stiegen die Zahlen bei Mehrfamilienhäusern und Gebäuden, in denen auch Geschäfte untergebracht sind. Hier gab es 25 Prozent mehr Verkäufe als vorher, insgesamt waren es 58 Fälle.
Harald Schmid, der Leiter der städtischen Fachabteilung für Wertermittlung und Bodenordnung, erklärt die Entwicklung so: In den letzten Jahren hatten die gestiegenen Zinsen den Markt ausgebremst. Jetzt zeige sich erstmals wieder eine Erholung. Die ersten Daten für 2026 lassen zudem vermuten, dass sich das Niveau nun stabilisiert hat.
Für die Menschen in der Region bedeutet das konkret: Die Bodenrichtwerte bleiben für 2026 erst einmal gleich, da es keinen Anpassungsbedarf gibt. Die nächste große Prüfung der Werte erfolgt dann Mitte 2027.
Das Gebiet des Gutachterausschusses umfasst neben Tübingen auch Mössingen sowie die Gemeinden Bodelshausen, Dettenhausen, Dußlingen, Gomaringen, Kirchentellinsfurt, Kusterdingen, Nehren und Ofterdingen.
Quelle: Tübingen – zur Originalmeldung