Husum: Betrunkener Mann randaliert bei Hafentagen
Es war Freitagabend gegen 23.15 Uhr in Husum (Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein). Während der Hafentage war eine Streife der Bundespolizei am Bahnhof unterwegs, um die Lage zu beobachten. Dabei bemerkten die Beamten einen Mann, der schrie und sehr aggressiv wirkte.
Die Polizisten wollten den 40-Jährigen kontrollieren, doch der Mann wollte das nicht. Er beschimpfte die Beamten ohne Pause, trat wild um sich und versuchte sogar, die Polizisten anzuspucken. Die Situation wurde so brenzlig, dass vier weitere Beamten vom örtlichen Polizeirevier Husum zur Hilfe gerufen werden mussten.
Schließlich konnten die Polizisten den Mann mit Handschellen fixieren. Da er sich weiterhin wehrte, mussten vier Beamte ihn gemeinsam zum Dienstwagen tragen. Währenddessen meldete sich ein Zeuge bei den Einsatzkräften. Er erzählte, dass der Mann zuvor einer Verwandten in den Bauch getreten hatte. Ein Rettungswagen kam an die Stelle, um die Frau zu versorgen. Zum Glück war sie nicht so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus hätte gefahren werden müssen.
Auch nach der Festnahme blieb der Mann aggressiv. Ein Atemalkoholtest zeigte, dass er massiv getrunken hatte: Er hatte 2,15 Promille im Blut. In der Zelle setzte er sein Verhalten fort und urinierte dort hinein.
Ein Bereitschaftsstaatsanwalt ordnete daraufhin an, dass eine Blutprobe genommen wird. Der Mann blieb bis zum nächsten Morgen gegen 09.30 Uhr in Gewahrsam. Jetzt drohen ihm Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen die Polizei. Ob und inwieweit er sich strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Flensburg – zur Originalmeldung