Hohe Waldbrandgefahr im Bereich Bad Salzungen
In Thüringen ist es derzeit sehr trocken und die Temperaturen bleiben sommerlich. Das Forstamt Bad Salzungen (Wartburgkreis, Thüringen) warnt deshalb vor einer erhöhten Waldbrandgefahr. Die Natur ist ausgetrocknet, wodurch Feuer viel leichter entstehen und sich schnell ausbreiten können.
Besonders gefährlich ist die Lage durch die Schäden aus den Jahren 2018 und 2019. Damals haben Dürren, Stürme und der Borkenkäfer viele Fichten vernichtet. Das tote Holz, das teilweise noch im Wald liegt, wirkt wie Zunder und macht die Brandbekämpfung für die Feuerwehr extrem schwierig.
Um Katastrophen zu verhindern, gibt es klare Regeln: Offenes Feuer ist im Wald und bis zu 100 Meter vor dem Waldrand streng verboten. Wer im Wald raucht, macht sich ebenfalls strafbar. Zudem dürfen Autos nicht auf trockenem Gras oder direkt auf dem Waldboden parken. Wichtig ist auch, dass die Waldwege immer frei bleiben müssen, damit die Retter und Löschfahrzeuge im Ernstfall schnell durchkommen.
Das Forstamt hat für solche Fälle eine eigene Rufbereitschaft eingerichtet. Sobald die Gefahrenstufe 3 erreicht wird, ist ein Experte aus dem Forstdienst ständig erreichbar. Er berät die Einsatzleitung des Wartburgkreises, damit die Brände fachgerecht gelöscht werden können.
Im aktuellen Jahr gab es im Gebiet des Forstamtes bereits drei Waldbrände. Diese konnten glücklicherweise schnell gestoppt werden, bevor sie zu groß wurden. Thüringenweit gibt es jedoch bereits Brände mit erheblichem Ausmaß.
Ein wichtiger Hinweis für Waldbesitzer: Die Rufbereitschaft des Forstamtes hilft bei der Strategie, übernimmt aber nicht automatisch die Brandwache nach dem Löschen. Diese Aufgabe liegt beim Eigentümer des Grundstücks. Wenn das Forstamt in Ausnahmefällen doch die Wache übernimmt, stellt es die Kosten dem Besitzer in Rechnung.