Hofheim am Taunus erhöht Gebühren für Bürger
In Hofheim am Taunus (Main-Taunus-Kreis, Hessen) wird es für viele Bürger teurer. Die Stadt muss ihren Haushalt sanieren und hat deshalb eine Reihe von Gebühren und Preisen angehoben. Viele dieser Kosten waren über Jahre oder sogar Jahrzehnte gleich geblieben. Die Aufsichtsbehörde hatte die Stadt deshalb dazu aufgefordert, die Preise zu prüfen. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung haben nun die entsprechenden Beschlüsse gefasst.
Seit dem 1. September 2026 kostet die Stadtbücherei mehr. Erwachsene zahlen für die Jahresgebühr nun 38 Euro statt bisher 25 Euro. Die Partnercard steigt auf 53 Euro, für Senioren kostet die Mitgliedschaft jetzt 19 Euro. Wer eine Partnercard für Senioren möchte, muss 26 Euro bezahlen. Kostenlos bleibt der Zugang für Kinder, Schüler, Studierende, Azubis, Schwerbehinderte, Inhaber eines Hofheim-Passes, Besitzer der Ehrenamtscard und Leser der Stadtteilbibliotheken. Die Stadt hofft hier auf etwa 26.500 Euro mehr Einnahmen pro Jahr.
Auch im Stadtmuseum steigen die Preise im Schnitt um rund 38 Prozent. Sonderausstellungen kosten nun 12 Euro, ermäßigt 9 Euro. Eine normale Führung kostet jetzt 3 Euro pro Person, die Lunchbreak-Expressführungen 7 Euro und Führungen der Fachstelle Demenz 9 Euro. Wer eine Führung für bis zu 25 Menschen bucht, zahlt 60 Euro plus Eintritt. Kindergeburtstage kosten nun 120 Euro statt bisher 95 Euro.
Ab dem 1. Oktober 2026 werden auch die Kita-Gebühren teurer. Die Elternbeiträge richten sich weiterhin nach der finanziellen Situation der Familie. Ein Kindergartenplatz kostet monatlich zwischen 27 und 33 Euro pro Betreuungsstunde, wobei die ersten sechs Stunden gratis bleiben. Krippenplätze kosten zwischen 59,84 und 66,16 Euro pro Stunde. Besonders spürbar ist die Erhöhung bei der Verpflegung: Die Pauschale steigt von 60 auf 90 Euro im Monat.
Wer einen Hund besitzt, muss ebenfalls tiefer in die Tasche greifen. Die Hundesteuer wird vereinfacht und einheitlich auf 120 Euro pro Jahr festgelegt. Für Kampfhunde gilt ein Satz von 900 Euro. Da in Hofheim aktuell 2.286 Hunde gemeldet sind, erwartet die Stadt hier Mehrerträge von rund 62.800 Euro jährlich.
Zuletzt steigen die Kosten für Markthändler. Auf dem Wochenmarkt kostet ein Stand nun 30 Euro pro Tag. Dabei werden 5 Euro pro angefangenem Meter Standlänge berechnet (maximale Tiefe drei Meter). Auch auf dem Gallusmarkt, dem Adventsmarkt und anderen Märkten steigen die Gebühren. Für Schausteller auf dem Gallusmarkt erhöht sich der Preis im Schnitt um 23 Prozent. Grund dafür sind gestiegene Kosten für die Reinigung, die Organisation und die Infrastruktur.