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Kriftel: Viele Firmen wollen ins Gewerbegebiet

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Bürgermeister Christian Seitz und Martin Mohr informieren über neue Firmenansiedlungen, den Glasfaserausbau und Probleme beim Radweg.

Im Gewerbegebiet „Am Krifteler Wäldchen“ (Kriftel, Main-Taunus-Kreis) tut sich einiges. Die Gemeinde vermarktet dort zusammen mit der Hessischen Landgesellschaft eine Fläche von rund 4,73 Hektar. Das Interesse ist groß: Von 74 möglichen Kandidaten haben bereits 36 Unternehmen eine Selbstauskunft abgegeben. Mit neun Firmen wurden schon erste Gespräche geführt, nun folgt eine zweite Runde, um die Pläne konkreter zu machen. Die Flächen können in verschiedenen Größen angeboten werden.

Nicht so einfach läuft es bei den geplanten Wohnungen an der Bahnlinie. Die ABG Frankfurt Holding hat mitgeteilt, dass die aktuelle Planung wirtschaftlich nicht funktioniert, weil der Immobilienmarkt noch nicht stabil genug ist. Die Pläne werden deshalb gerade überarbeitet. Ein neuer Stand wird in Kürze erwartet.

Im Herbst wird es im Gewerbegebiet laut: Vom 14. bis 19. Oktober führt die Johanniter-Unfall-Hilfe dort eine bundesweite Übung durch. Dabei geht es um die Zertifizierung von medizinischen Notfallteams.

Auch beim Internet gibt es Fortschritte. Seit Ende Mai verlegen die Telekom und GlasfaserPlus Leitungen. Die Arbeiten laufen unter anderem in der Hofheimer Straße, Königsberger Straße, Lindenstraße, Karlsbader Straße und Taunusstraße sowie im Bereich zwischen der Oberweidstraße und „Am alten Wasserwerk“.

Bei den Straßen und Wegen gibt es jedoch Probleme. Die Gemeinde hat wenig Geld und repariert deshalb nur Stellen, an denen echte Unfallgefahr besteht. Etwa 70 Prozent der Schäden sind schon behoben, die Kosten liegen bisher bei rund 70.000 Euro. Die teuerste Baustelle war dabei die Bachstraße.

Beim Radweg am Schwarzbach gibt es technische Schwierigkeiten. Der Boden ist zu schlecht, weshalb nun eine Spundwand zur Abstützung eingebaut werden muss. Dafür muss die Gemeinde teilweise private Flächen nutzen. Das Ganze wird teurer. Eine neue Kostenrechnung soll bis Ende September kommen. Zudem wurde bei Hessen Mobil um mehr Zeit für die Förderung gebeten.

Auch die Straßenbeleuchtung soll auf LED umgestellt werden. Da das Land Hessen die Förderung gestrichen hat, versucht die Gemeinde nun, Geld vom Bund zu bekommen.

Die Hitze des Sommers hat zudem die Natur in Kriftel angegriffen. Vor allem junge Bäume leiden unter dem Stress und sind anfälliger für Schädlinge. Die Gemeinde rechnet damit, dass im nächsten Frühjahr viele Pflanzen nicht überlebt haben.

Positive Nachrichten gibt es aus den Kitas: Das Jahr 2026/2027 ist gut gestartet. Aktuell gibt es keine Warteliste, sodass alle angemeldeten Kinder einen Platz haben.

Zuletzt wurden zwei Grundstücke verkauft. Das Haus in der Goethestraße 8 gehört bereits dem neuen Besitzer, bei der Kirchstraße 10 steht der Eintrag im Grundbuch noch aus.

Quelle: Kriftel – zur Originalmeldung

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