Hof plant große Sanierung der Freiheitshalle
In Hof (Oberfranken) gibt es Sorgen um die Freiheitshalle. Die Außenfassade ist in einem so schlechten Zustand, dass kleine Reparaturen nicht mehr helfen. Ein Gutachten der Firma LGA Bautechnik zeigt: Die Fassade wurde damals mangelhaft gebaut und wird immer schlimmer. Damit niemand verletzt wird, mussten bereits Maßnahmen ergriffen werden.
So ist der Außenbereich des Konferenz-Balkons in Richtung Hotel seit Dezember 2025 gesperrt. Bis Ende des Jahres müssen dort weitere Schutzmaßnahmen her oder die Glaselemente müssen ganz weg, weil dort wichtige Fluchtwege verlaufen. Auch die Schutztunnel in der Ernst-Reuter-Straße, die es schon seit 2021 gibt, müssen bis zum Start der Sanierung stehen bleiben.
Das Ingenieurbüro Rathmann hat dem Stadtrat nun vier Möglichkeiten präsentiert, wie es weitergehen kann. Zwei Varianten setzen auf Glas, was optisch dem heutigen Look am nächsten kommt, aber statische Risiken und Kosten mit sich bringt. Als Alternative gibt es eine leichte Textilfassade oder eine robuste Lösung aus Edelstahl-Gewebe. Diese beiden Optionen würden anders aussehen als bisher, wären aber technisch einfacher zu bauen. Passend dazu hat das Büro Notholt Lighting Design neue Konzepte für die Beleuchtung vorgestellt.
Oberbürgermeister Stefan Schmalfuß betonte in der Sitzung, dass die Halle ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und ein Aushängeschild für die Region sei. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten die Einschränkungen schnellstmöglich behoben werden.
Bevor der Stadtrat eine endgültige Entscheidung trifft, will er sich die verschiedenen Materialien in echt ansehen. Deshalb sind Informationsfahrten geplant, um die Werkstoffe bei anderen Gebäuden zu prüfen. Die Stadtverwaltung klärt derzeit zudem die rechtlichen und baulichen Rahmenbedingungen. Wann genau die Arbeiten beginnen, ist noch nicht bekannt.
Quelle: Hof – zur Originalmeldung