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Hitzeschutz in Berlin und Brandenburg: So kämpfen Städte gegen Hitze

Von Schatteninseln bis zu grünen Wegen: In der Region rund um den BER setzen Kommunen auf neue Strategien, um die Sommerhitze erträglicher zu machen.

Die Sommer werden heißer, und das spüren die Menschen in Berlin und Brandenburg deutlich. Das Dialogforum Airport Berlin Brandenburg zeigt nun auf, wie Städte und Gemeinden in der Flughafenregion versuchen, die Lebensqualität trotz steigender Temperaturen zu erhalten. Dabei geht es vor allem darum, die Städte so umzubauen, dass sie weniger aufheizen.

In Ludwigsfelde (Brandenburg) wird bereits viel getan. Die Stadt setzt auf ein „Grünes Wegenetz“ und sorgt dafür, dass Regenwasser nicht einfach abfließt, sondern versickern kann. Zudem gibt es an Schulen, Kitas und Spielplätzen mehr Sonnenschutz. Aktuell arbeitet die Stadt an einem umfassenden Konzept, um die Klimaanpassung systematisch in die Stadtplanung einzubauen.

Auch im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick läuft die Umsetzung. Hier gibt es bereits sogenannte „Kühle Räume“ und öffentliche Plätze, die in Schatteninseln umgewandelt wurden. Mit dem Projekt „Hitzehelfer“ werden zudem Menschen ausgebildet, die besonders gefährdeten Menschen bei extremen Temperaturen unter die Arme greifen. Ein neuer Hitzeaktionsplan und die „Strategie Grün“ sollen langfristig dafür sorgen, dass mehr Grünflächen in den Bezirk kommen. Ein neues Berliner Klimaanpassungsgesetz verpflichtet die Bezirke nun rechtlich dazu, diese Maßnahmen umzusetzen.

Trotz der Fortschritte gibt es Kritik an der Finanzierung. Die Verantwortlichen in Treptow-Köpenick und das Dialogforum betonen, dass Klimaanpassung nicht vom jeweiligen Geldbeutel der Kommunen abhängen dürfe. Es fehle oft an Personal und dauerhaften Geldern, damit aus einzelnen Projekten eine flächendeckende Vorsorge wird.

Neben den staatlichen Maßnahmen ist auch die Hilfe der Bürger gefragt. Wer sein eigenes Grundstück begrünt oder auf einen bewussten Umgang mit Wasser achtet, hilft mit. Das Dialogforum will künftig den Austausch zwischen den Städten fördern, damit gute Ideen schneller verbreitet werden.

Weitere Details zu den geplanten Finanzierungen und den konkreten Zeitplänen der Hitzeaktionspläne liegen bislang nicht vor.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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