Hitze-Check auf zwei Remscheider Schulhöfen
Seit dieser Woche stehen auf zwei Schulhöfen in Remscheid (Nordrhein-Westfalen) ungewöhnliche Geräte. Es handelt sich um drei Wetterstationen, die jeweils rund zwei Meter hoch sind. Damit die Technik nicht beschädigt wird, sind die Stationen durch dreieckige Bauzäune geschützt.
Eine Masterstudentin der Universität Potsdam führt die Messungen durch. Sie arbeitet dabei eng mit dem Fachdienst Umwelt der Stadt zusammen. Vom 23. Juli bis zum 25. August 2026 sammelt sie Daten über die klimatischen Bedingungen vor Ort. Sobald die Untersuchung beendet ist, werden die Geräte wieder abgebaut.
Das Projekt soll zeigen, wie stark die Hitze auf den verschiedenen Flächen ist. Es geht vor allem darum, die gefühlte Temperatur zu berechnen. Die Forscher wollen wissen, wie hoch die Temperaturspitzen am Tag sind und wie schnell die Flächen in der Nacht wieder abkühlen. Dabei spielt eine große Rolle, welches Material am Boden liegt und ob Schatten vorhanden ist.
Die beiden Schulen bieten dafür den perfekten Vergleich. An der Albert-Einstein-Schule wurde bereits gearbeitet, um den Hof grüner zu machen und Flächen zu entsiegeln. Der Hof der KGS Menninghausen (Standort Spriestersbach/GGS Daniel Schürmann) ist hingegen noch nicht entsiegelt. So lässt sich genau sehen, welchen Effekt die Begrünung gegen die Hitze hat.
Die Untersuchung ist Teil des Projekts EKLIPS3plus1, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, Planungen für den Klimaschutz in Städten zu beschleunigen. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Remscheid – zur Originalmeldung