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Hildesheim: Zoll prüft Arbeit auf Gothic-Festival

Beim einen der größten Gothic-Festivals Deutschlands suchten Beamte des Hauptzollamts Braunschweig die Kontrolle. Sie prüften, ob die Arbeiter fair bezahlt werden und legal angestellt sind.

Am Freitag, den 7. August 2026, war das Hauptzollamt Braunschweig (Niedersachsen) in Hildesheim im Einsatz. Insgesamt 25 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit suchten ein großes Gothic-Festival auf. Die Kontrolleure wollten wissen, unter welchen Bedingungen die Leute dort arbeiten.

Die Beamten sprachen mit 139 Arbeitnehmern, die für 29 verschiedene Arbeitgeber tätig waren. Sie fragten nach den persönlichen Daten, der Bezahlung und den allgemeinen Arbeitsbedingungen. Dabei setzten die Beamten zum ersten Mal eine neue App ein, um die Menschen digital zu erfassen. Damit will die Behörde ihre Arbeitsprozesse moderner und digitaler gestalten.

Schon jetzt gibt es erste Verdachtsfälle. Die Beamten vermuten, dass manche Arbeiter Leistungen wie die Grundsicherung bezogen haben, obwohl sie eigentlich gearbeitet haben. Außerdem gibt es Hinweise auf Scheinselbstständigkeit. Auch fehlende oder falsche Arbeitsgenehmigungen, Fehler bei den Sozialversicherungen oder Probleme bei der Arbeitnehmerüberlassung stehen im Fokus.

Besonders oft haben die Beamten festgestellt, dass die sogenannte Sofortmeldepflicht ignoriert wurde. Arbeitgeber müssen ihre Leute in bestimmten Branchen, wie zum Beispiel im Sicherheitsdienst, spätestens beim Start der Arbeit bei der Rentenversicherung melden. Wer das nicht macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Das kann ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro zur Folge haben.

Da die Ermittlungen zu den verschiedenen Verdachtsfällen noch laufen, gibt es noch keine endgültige Bilanz über die Gesamtzahl der Verstöße. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Hauptzollamt Braunschweig – zur Originalmeldung

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