Braunschweig: Wilde Jagd mit 200 km/h auf der A39
Alles begann am Samstagabend gegen 22:30 Uhr in Braunschweig (Niedersachsen). Eine Polizeistreife bemerkte einen grauen Opel Astra, dessen Fahrer versuchte, in eine Einbahnstraße abzubiegen. Kurz darauf bemerkte der Mann den Fehler, brach den Abbiegevorgang ab und raste über die Wolfenbütteler Straße aus der Stadt hinaus.
Die Beamten fuhren den Wagen auf und forderten den Fahrer auf, anzuhalten. Doch der 24-Jährige ignorierte die Zeichen und gab stattdessen Vollgas. So begann eine gefährliche Jagd durch die Straßen. Der Fahrer agierte dabei völlig rücksichtslos und brachte andere Autofahrer in Gefahr. Nur weil ein anderer Fahrer schnell reagierte, kam es nicht zu einem Unfall.
Dann führte die Flucht auf die A39 in Richtung Salzgitter. Dort beschleunigte der Mann den Opel auf über 200 km/h. Erst auf Höhe der Anschlussstelle Salzgitter Thiede hielt er schließlich auf dem Seitenstreifen an. Die Polizei konnte ihn sofort festnehmen.
Bei der Kontrolle kam schnell ans Licht: Der 24-Jährige besitzt gar keinen Führerschein. Da er zudem nicht beweisen konnte, dass der Wagen ihm gehört, nahmen die Beamten den Opel Astra sicher. Im Auto saßen außerdem drei weitere Menschen im Alter von 14, 17 und 18 Jahren.
Für einen der Mitfahrer, den 18-Jährigen, wurde die Fahrt besonders bitter. Er war bereits zur Festnahme ausgeschrieben. Die Polizisten nahmen ihn daraufhin fest und brachten ihn in eine Jugendarrestanstalt.
Die Polizei hat nun Ermittlungen eingeleitet. Dem 24-Jährigen drohen Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, der Gefährdung des Straßenverkehrs und der Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Die Beamten suchen nun nach weiteren Zeugen. Vor allem Autofahrer, die während der Jagd gefährdet wurden oder den grauen Opel Astra bemerkt haben, sollen sich unter der Telefonnummer 0531/476 3515 melden.