Hildesheim: Sprengvorrichtung an Auto entdeckt
Am Sonntagnachmittag gegen 16:45 Uhr bemerkte ein Anwohner in Hildesheim (Niedersachsen) im Ortsteil Grasdorf etwas Seltsames. An einem Auto war ein Gegenstand befestigt, der dort nicht hingehörte. Der Mann informierte sofort die Polizei.
Als die Beamten den Gegenstand prüften, entstand schnell der Verdacht, dass es sich um eine selbstgebaute Sprengvorrichtung handeln könnte. Die Polizei handelte sofort: Sie sperrten das Gebiet weiträumig ab und räumten alle Menschen aus dem Gefahrenbereich, um niemanden zu gefährden.
Um die Gefahr zu bannen, holte die Polizei einen Experten der Bundespolizei hinzu. Dieser bestätigte, dass es sich tatsächlich um eine Bombe handelte. Die Experten warteten bis in die Nacht, dann sprengten sie die Vorrichtung kontrolliert auf einem Feld bei Grasdorf.
Bevor die Sperrung aufgehoben werden konnte, kam ein Sprengstoffspürhund zum Einsatz. Der Hund suchte das Gelände ab, fand aber keine weiteren gefährlichen Gegenstände. Gegen Mitternacht konnten die Absperrungen endlich entfernt werden. Das Auto, an dem die Bombe befestigt war, nahmen die Beamten mit.
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt und wegen des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Wer die Vorrichtung dort platziert hat, ist noch nicht bekannt. Aus Ermittlungsgründen gibt die Polizei derzeit keine weiteren Details bekannt. Die Ermittlungen dauern an.