Zum Inhalt springen
newssofort.de

Hilden startet neues Präventionsprojekt für Schüler

Copyright und Urheber siehe Hilden

Mit dem Format „Let's Talk about it“ will die Stadt Hilden Jugendliche über Sexualität, Gleichberechtigung und Grenzen aufklären.

Die Stadt Hilden (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen) hat ein neues Informationsprojekt namens „Let's Talk about it“ ins Leben gerufen. Kurz vor den Sommerferien fand die Premiere statt. Rund 100 Schülerinnen aus den vier Abschlussklassen der Erzbischöflichen Theresienschule nahmen an dem Vormittag teil.

An vier verschiedenen Stationen konnten die Jugendlichen mit Fachleuten sprechen. Ein Quiz half beim Einstieg, und an Stellwänden gab es Informationen zum Entdecken. Wer tiefer in die Themen einsteigen wollte, konnte sich in einen extra Raum zurückziehen und die Inhalte mit digitalen Programmen auf den Tablets der Schule bearbeiten.

Ein Schwerpunkt lag auf dem Thema Belästigung. Der SKFM Mettmann e.V. zeigte die Ausstellung „Wir kreiden an - Catcalling ist kein Kompliment“. Dort wurden Originalzitate von anzüglichen Zurufen präsentiert, um zu zeigen, wie schnell vermeintliche Komplimente die Grenze überschreiten. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt sprach mit den Jugendlichen über die Chancen von Frauen heute und darüber, wo es noch Probleme gibt. Das Jugendparlament Hilden zeigte zudem eine Ausstellung zur queeren Geschichte in Deutschland und rief dazu auf, sich politisch zu engagieren.

In Workshops von donum vitae e.V. Kreis Mettmann ging es um Sexualpädagogik. Die Schülerinnen lernten, welche Verhütungsmittel es gibt und wie man sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt. Ziel war es, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem die Jugendlichen über ihre eigenen Werte, Liebe und Moral sprechen konnten. Beraterin Karen Holle von donum vitae e.V. erklärte, dass es wichtig sei, dass die Schülerinnen alles ansprechen können, was sie bewegt.

Das Projekt wurde gut angenommen. Viele Jugendliche nutzten die Chance, Fragen zu stellen, die sie aus Scham oder Unsicherheit zu Hause oder im Unterricht nicht angesprochen hatten. Lehrerin Nadine Santos betonte, dass solche Tage den Schülerinnen wichtige Fähigkeiten für ihr späteres Leben geben.

Neben der Präventionsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen waren auch die Gleichstellungsstelle der Stadt sowie die Spezialisierte Beratung bei sexualisierter Gewalt beteiligt.

Da die Premiere erfolgreich war, soll das Projekt nun auch anderen weiterführenden Schulen angeboten werden. Die Präventionsstelle will das Konzept gemeinsam mit interessierten Schulen weiterentwickeln, damit mehr Jugendliche einen einfachen Zugang zu diesen Themen finden.

Quelle: Hilden – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Hilden

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Kreis Mettmann

Alle ansehen