Velbert: Busse an Haltestelle Tönisheide Mitte nutzen Warnblinklicht
An der Bushaltestelle „Tönisheide Mitte“ in Velbert (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen) soll es für Fahrgäste sicherer werden. Grund für die neuen Regeln ist ein schwerer Unfall, der sich dort am 8. Mai 2026 ereignet hat. Damals wollte ein zwölfjähriges Kind die Nevigeser Straße überqueren, um zum Bus auf der anderen Seite zu gelangen. Dabei wurde das Kind von einem Pkw erfasst und lebensgefährlich verletzt.
Die Stadt hat nun eine Sofortmaßnahme beschlossen: Alle Linienbusse müssen an dieser Haltestelle ihr Warnblinklicht einschalten. Das hat direkte Folgen für alle Autofahrer, die dort unterwegs sind. Sobald ein Bus mit blinkenden Warnleuchten anfährt, ist das Überholen verboten. Wenn der Bus an der Haltestelle steht, dürfen Autos in beide Richtungen nur noch im Schritttempo vorbeifahren. Die Fahrer müssen dabei genau aufpassen, dass keine Fahrgäste gefährdet werden. Wenn nötig, müssen die Autos warten.
Die Stadt hatte auch über andere Lösungen nachgedacht. Ein Zebrastreifen, eine Ampel oder andere Hilfen für Fußgänger waren im Gespräch. Die Prüfungen haben jedoch ergeben, dass solche baulichen Änderungen vor Ort kurzfristig nicht möglich sind oder zu große Einschränkungen bringen würden.
Die Haltestelle im Ortskern von Tönisheide ist besonders gefährlich, weil dort sehr viele Menschen umsteigen und ein großer Verbrauchermarkt in der Nähe ist. Die Stadt will nun beobachten, ob das Warnblinklicht wirklich hilft. Parallel dazu wird weiter geprüft, ob es langfristig doch bauliche Verbesserungen gibt, die rechtlich und verkehrstechnisch machbar sind.
Quelle: Velbert – zur Originalmeldung