Hightech aus Halver: Sensorik-Spezialisten entwickeln Zukunft
In Halver (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) entsteht Technik, die man sonst eher aus großen Städten oder dem Silicon Valley kennt. Das Unternehmen duotec entwickelt dort keine Standardware aus dem Katalog, sondern maßgeschneiderte Sensorlösungen. Landrat Ralf Schwarzkopf und David Bathe von der Wirtschaftsförderung (GWS) haben sich die Arbeit vor Ort angesehen.
Die Firma baut Sensoren für viele verschiedene Bereiche. Das reicht von der Autoindustrie über die Energiewirtschaft bis hin zur Medizintechnik. Die Experten entwickeln zum Beispiel intelligente Textilien, Drucksensoren oder sogenannte Quantensensoren auf Diamantbasis. Diese Technik ist kein Zukunftstraum mehr, sondern wird bereits in echten Produkten verbaut.
Besonders spannend ist die sogenannte „elektronische Nase“. Diese kann verschiedene Gase erkennen, was vor allem für die Feuerwehr oder in der Industrie wichtig ist. Ein weiteres Beispiel sind intelligente Sitzkissen für Rollstuhlfahrer. Diese messen den Druck und helfen so dabei, die Gesundheit der Patienten besser zu überwachen.
Der Erfolg basiert laut CEO Arthur Rönisch und Geschäftsführer Michael Hahn darauf, dass Kunden mit konkreten Problemen zu ihnen kommen und gemeinsam eine Lösung entwickelt wird. Dabei arbeitet duotec eng mit der Fachhochschule Südwestfalen zusammen. Das hilft dabei, neue Ideen schnell in fertige Produkte zu verwandeln und Fachkräfte in der Region zu halten.
Seit dem 1. Januar 2026 gehört die Firma wieder der Familie, konkret Michael Hahn und Laura Turck-Hahn. Zusammen mit dem Schwesterunternehmen ZELOCON GmbH, das supraleitendes Material für die Mikroelektronik herstellt, deckt die Gruppe die gesamte Kette ab: vom Material über die Bauteile bis hin zum fertigen Gerät.
Landrat Schwarzkopf sieht darin einen Beleg für die wirtschaftliche Stärke der Region. Er betonte, dass Hightech und ländlicher Raum kein Widerspruch sind und in der Region viele Weltmarktführer sitzen, die oft nicht im Rampenlicht stehen.