Hessen gibt Geld für digitale Rathäuser
In vielen hessischen Rathäusern läuft die Verwaltung noch sehr traditionell ab. Das soll sich nun ändern. Die Landesregierung in Wiesbaden (Hessen) hat ein neues Förderprogramm namens „kommunal.digital.hessen“ gestartet. Zwei Jahre lang gibt es Geld aus dem Topf „Starke Heimat Hessen“, um die Digitalisierung in den Kommunen voranzutreiben.
Konkret geht es darum, dass die Rathäuser Basistechnologien einführen. Das bedeutet zum Beispiel, dass Akten digital statt auf Papier abgelegt werden (eAkten). Auch digitale Bezahlsysteme für Gebühren oder Terminals für elektronische Ausweise sollen gefördert werden. Ziel ist es, dass Bürger ihre Behördengänge einfacher und digital erledigen können.
Besonders Gemeinden, Städte und Landkreise, die wenig Geld in der Kasse haben, sollen profitieren. Das Land will verhindern, dass der digitale Fortschritt davon abhängt, wie reich eine Kommune ist. Zwar dürfen alle hessischen Kommunen einen Antrag stellen, aber die finanzschwachen Orte werden bevorzugt. Wenn noch Geld übrig ist, fließen die Mittel auch an andere Gemeinden. Dabei spielt auch die Einwohnerzahl eine Rolle bei der Entscheidung.
Die finanziellen Details sehen so aus: Eine Kommune kann pro Jahr Ausgaben bis zu 50.000 Euro fördern lassen. Je nachdem, wie die finanzielle Lage des Ortes ist, übernimmt das Land zwischen 70 und 90 Prozent der Kosten. Das bedeutet, dass eine Gemeinde maximal 45.000 Euro vom Staat zurückbekommt.
Die Kommunen müssen schnell handeln. Anträge können ab sofort über ein Online-Portal gestellt werden. Die Frist läuft bis zum 15. September 2026. Alle weiteren Infos und der Link zum Portal stehen auf der Webseite smarte-region-hessen.de/basistechnologien.