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Herrnhut plant neue Gebühr für Regenwasser

Der Stadtrat in Herrnhut überlegt, ob die Bürger künftig für die Entsorgung von Niederschlagswasser bezahlen müssen. Zudem gibt es wichtige Entscheidungen zu einer neuen Kläranlage und Solarfeldern.

In Herrnhut (Landkreis Görlitz, Sachsen) könnte es für die Anwohner teurer werden, wenn es regnet. Der Stadtrat hat am 2. Juli über die Einführung einer Gebühr für Niederschlagswasser beraten. Aktuell fließt das Regenwasser in der Stadt getrennt vom Abwasser in etwa 26 Kilometer lange Kanäle und von dort in Gewässer. Die Wartung und Erneuerung dieser Rohre kostet die Stadt viel Geld. Bisher zahlten die Nutzer nur für das Abwasser, das in Kläranlagen gereinigt wird. Nun sollen die Nutzer auch an den Kosten für das Regenwasser beteiligt werden. Weil das Thema kompliziert ist, hat der Stadtrat eine endgültige Entscheidung verschoben und wird in der nächsten Sitzung darüber abstimmen.

Ein weiterer wichtiger Beschluss betrifft die Kläranlage in Ninive. Die Anlage ist seit den 1990er Jahren im Einsatz und funktioniert nur noch mit sehr hohem Aufwand. Deshalb wird die alte Anlage komplett ersetzt. In den nächsten Jahren soll dort eine neue Kläranlage gebaut werden. Die detaillierten Pläne werden nun erstellt.

Nach jahrelangen Diskussionen gibt es nun auch Klarheit bei der Photovoltaikanlage am Kiessandtagebau Ruppersdorf. Der Stadtrat hat den Durchführungsvertrag und die Satzung beschlossen. Auf dem verfüllten Bereich der ehemaligen Sandgrube in Ninive soll eine Solaranlage auf einer Fläche von etwa 12 Hektar entstehen.

Probleme gibt es in Herrnhut zudem bei den Straßennamen. Es gibt insgesamt 12 doppelte Namen, vier davon kommen sogar dreifach vor. Das führt immer wieder zu Verwechslungen bei der Post oder anderen Zustellungen. Der Stadtrat will das Problem angehen. Die Verwaltung soll nun Vorarbeiten leisten. Später sollen auch die Bürger in den Prozess einbezogen werden.

Auch beim Einkaufen gibt es Änderungen: Die Marktsatzung wurde erneuert und die Gebühren für die Standbetreiber neu berechnet. Vor allem beim beliebten Weihnachtsmarkt waren die Kosten bisher höher als die Einnahmen, weshalb die Preise angepasst wurden. Der kleine Wochenmarkt soll hingegen in Zukunft ausgebaut werden.

Zusätzlich stimmte der Rat einem Bauantrag für eine private Kinderbetreuung durch das Jesus-Haus Herrnhut zu. In einem bestehenden Gebäude sollen Räume umgebaut werden, um die Betreuung der Kinder zu verbessern.

Die nächste Sitzung des Stadtrates findet am 3. September statt.

Quelle: Berthelsdorf – zur Originalmeldung

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