Herne: Rettungsdienst zieht Bilanz nach Hitzewelle
Die Hitze Ende Juni hat den Rettungsdienst in Herne (Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen) stark gefordert. In der Woche vom 22. bis zum 28. Juni 2026 gab es deutlich mehr Einsätze als sonst. Jeder dritte Notruf in dieser Zeit hatte einen direkten Zusammenhang mit der extremen Hitze.
Besonders hart traf es die älteren Menschen. Menschen ab 60 Jahren machten über 70 Prozent aller Patienten aus, die der Rettungsdienst in dieser Zeit behandelte. Viele von ihnen lebten in Pflegeeinrichtungen; rund 30 Prozent der hitzebedingten Einsätze fanden dort statt.
Auch jüngere Menschen waren betroffen. Normalerweise rufen sie seltener den Notruf, doch die extremen Temperaturen führten auch bei ihnen zu gesundheitlichen Problemen, die einen Einsatz der Retter nötig machten.
Die Stadt versucht nun, solche Situationen besser abzufangen. In der Herner Präventions- und Gesundheitskonferenz, die zweimal im Jahr tagt, wurden bereits konkrete Maßnahmen besprochen. Zudem setzt die Stadt bei Bauprojekten auf Hitzeschutz. So wurde bei dem Umbau der Michaelschule das Dach begrünt. Auf dem Robert-Brauner-Platz wurden Nebelduschen installiert, um die Luft zu kühlen.
Weitere Angaben zur genauen Anzahl der Einsätze liegen bislang nicht vor.
Quelle: Herne – zur Originalmeldung