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Herne baut Angebot für Urnennischen auf Friedhöfen aus

Copyright und Urheber siehe Herne

Immer mehr Menschen in Herne suchen pflegefreie Bestattungsplätze. Besonders die sanierten Räume auf dem Ostfriedhof sind sehr gefragt.

In Herne (Nordrhein-Westfalen) gibt es eine hohe Nachfrage nach Urnennischen, die keine Pflege brauchen. Deshalb hat die Stadt ihr Angebot an sogenannten Kolumbarien erweitert. Ein besonderes Highlight ist die historische Kapelle auf dem Ostfriedhof am Trimbuschhof. Das Gebäude ist über 100 Jahre alt und wurde 2024 nach großen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet.

In der Kapelle gibt es nun ein Innen-Kolumbarium. Das bedeutet, dass die Nischen in einem geschützten Raum liegen. Das ist vor allem dann ein Vorteil, wenn die Angehörigen bei Regen trocken bleiben wollen. In dem Raum gibt es rund 518 Doppelnischen und 144 Plätze in einer Gemeinschaftsanlage. Das Angebot kommt gut an: Etwa 70 der Doppelnischen und viele Gemeinschaftsplätze sind bereits belegt. Zudem gibt es in der Kapelle eine barrierefreie Toilette.

Wer eine Urnennische in der Kapelle nutzen möchte, muss aktuell 2.049,60 Euro bezahlen. Die Nutzungsdauer liegt bei zwölf Jahren. Wer die Zeit danach verlängern will, zahlt 170,80 Euro pro Stelle und Jahr. Ein Platz in der Gemeinschaftsanlage kostet anfangs 798 Euro und ist für 15 Jahre reserviert. Eine Verlängerung ist hier nicht möglich. Die Edelstahlplatten, die die Kammern verschließen, können per Laser oder günstiger per Folie beschriftet werden. Zu diesen Preisen kommen noch die Kosten für das Bestattungsunternehmen hinzu.

Insgesamt bietet die Stadt Herne diese Art der Bestattung an drei Standorten an: auf dem Südfriedhof in der Wiescherstraße, auf dem Friedhof Holsterhausen in der Horststraße und auf dem Ostfriedhof. Nur der Ostfriedhof hat mit der Kapelle eine komplett überdachte Lösung.

Für die Zukunft ist bereits geplant, das Angebot auf dem Ostfriedhof weiter zu ergänzen. Ab dem nächsten Frühjahr soll es im hinteren Bereich des Friedhofs auch naturnahe Urnenbestattungen geben.

Quelle: Herne – zur Originalmeldung

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