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Hellenthal plant Vorsorge für Stromausfälle und Notfälle

Die Gemeinde Hellenthal gibt wichtige Tipps für den Krisenfall und zeigt auf, wo Bürger bei einem totalen Netzausfall Hilfe finden.

Wenn in Hellenthal (Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen) der Strom flächendeckend über mehrere Tage ausfällt, spricht man von einem Blackout. Die Gemeinde hat dafür ein Konzept erstellt, damit im Ernstfall alle bestmöglich vorbereitet sind. Da die Verwaltung aber nicht alles allein regeln kann, sollen auch die Privathaushalte eigene Vorsorgen treffen.

Die Gemeinde rät dazu, Vorräte an Trinkwasser, haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln anzulegen. Für Licht sollten Taschenlampen oder Kerzen bereitstehen, für kleine Mahlzeiten ein Campingkocher. Auch eine gut gefüllte Hausapotheke und genügend Bargeld sind wichtig, da Geldautomaten ohne Strom nicht funktionieren. Wer einen Ofen hat, sollte ausreichend Brennholz oder Kohle lagern. Bei einem Stromausfall bittet die Gemeinde zudem darum, möglichst wenig Abwasser in die Kanäle zu leiten, weil die Pumpwerke mit Strom laufen und ausfallen könnten.

Sollte die Kommunikation komplett zusammenbrechen, gibt es in der Gemeinde feste Anlaufstellen. Dann werden die örtlichen Feuerwehrgerätehäuser besetzt. Dort können Notrufe über die Feuerwehr abgesetzt werden. Diese Notfallmeldestellen befinden sich in Hellenthal (Kölner Straße 129), Hollerath (Forstweg 9), Kreuzberg (Kreuzberg 12), Losheim (Auf dem Vender 2), Reifferscheid (Römerstraße 9), Rescheid (Rescheid 43), Udenbreth (Zur Winzelt 13) und Wolfert (Ägidiusweg 12). Die Feuerwehr bittet jedoch, diese Häuser nur in echten Notfällen aufzusuchen.

Auch das Rathaus bleibt bei einem Blackout mit einer Notbesetzung erreichbar, allerdings nur für Dinge, die nicht aufschiebbar sind. Informationen an die Bevölkerung werden in diesem Fall über Aushänge in den Ortschaften oder per Lautsprecherdurchsage durch die Feuerwehr verteilt.

Parallel dazu baut die Gemeinde ihr Netz an Defibrillatoren aus. In diesem Jahr wurden neue Geräte in Zusammenarbeit mit dem Verein Lebensretter im Kreis Euskirchen e.V. installiert. Neue Standorte sind unter anderem an der Felser Grillhütte, an der Kapelle in Miescheid, am Lichtmast in Unterpreth, im Dorfhaus in Wahld sowie am Spielplatz in Zehnstelle und bei Nickels in Zingscheid. Der Defibrillator am Rathaus wurde nach draußen versetzt, damit er rund um die Uhr verfügbar ist. Das Gleiche soll zeitnah auch an der Grundschule in Reifferscheid passieren. Ein Gerät in Oberreifferscheid (Bürgerhaus) ist derzeit außer Betrieb.

Für Warnungen im Alltag empfiehlt die Gemeinde die kostenlosen Apps NINA und KATWARN. Letztere bietet zudem SMS-Warnungen für das eigene Postleitzahlgebiet an. Zudem wird ein System namens Cell-Broadcast eingeführt, bei dem Warnungen direkt an alle eingeschalteten Handys in einem Gebiet gesendet werden.

Quelle: Hellenthal – zur Originalmeldung

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